Symposium

DAS POTENTIAL IM MENSCHEN – MUT ZUR INTUITION

mit Gunter Friedrich, Dr. Sepideh Farahani-Wimmer, Dr. Svetla Baltova, Dr. Christel Müller, Dr. Klaus Bielau, Robert Poech

Die hermetische Philosophie spricht seit alters her davon, dass wir zweifache Wesen seien. Einerseits sterblich und mit allen uns so bekannten Schwächen der Sterblichen versehen, unterworfen dem Gesetz von Kommen und Gehen, Leben und Tod– auf der anderen Seite sind wir dazu berufen, durch dieses bekannte Äußere hindurch zum Wesentlichen und Unbekannten zu dringen.
Das Wesentliche, angedeutet in Legenden, Märchen, Philosophien und Weisheitslehren der Völker, ruft uns, beunruhigt uns als Ahnung oder Sehnsucht, die wir uns anfänglich meist nicht erklären können.

Doch ist da ein manchmal auch brennendes Drängen in uns, das wir intuitiv, so irgendwie und unbestimmt wahrnehmen. Nun sind Mut und Eigenständigkeit gefragt, um diesem Unerhörten Gehör zu schenken und durch unser Leben zu verwirklichen – quer durch die üblichen Denkschemen und Ansichten hindurch …

Peter Danov
Bis heute hat sich die menschliche Seele zur Knospe  herangebildet. In unserer Zeitepoche beginnt die Entfaltung dieser Knospe. Die Entfaltung der Seele ist einer der höchsten Momente im Kosmos und wird »Das Erblühen der menschlichen Seele« genannt.

In keinem anderen Wesen der Welt ist so eine Schönheit, wie in der menschlichen Seele. Sie ist mit nichts zu vergleichen. Die Gottheit selbst hat ihre Freude an der Form der menschlichen Seele. Jede Handlung, die nicht mit dem Prinzip der Einheit, dem Ganzen übereinstimmt, bringt Leiden, und jede Handlung die mit diesem Prinzip übereinstimmt bringt Freude.

Wenn du die homöopathische Idee in dir trägst, dein Leben in Ordnung zu bringen, ist dies nützlicher und wahrhaftiger als die Idee, die Welt zu verbessern.

Bahá‘u‘lláh
Wenn ihr über die zentralen Lehren Jesu nachdenkt, werdet ihr erkennen, dass sie das Licht der Welt sind. Niemand kann ihre Wahrheit bestreiten. Sie sind die Quelle des Lebens und die Ursache für das Glück der Menschheit.

Laßt jeden Morgen besser sein als den Abend davor und jeden neuen Tag reicher werden als den gestrigen. Des Menschen Vorzug liegt im Dienst und in der Tugend, nicht im Prunk des Wohllebens und des Reichtums…

Wisse, dass in jedem Zeitalter und in jeder Sendung alle göttlichen Verordnungen geändert und dem Erfordernis der Zeit entsprechend gewandelt wurden, das Gesetz der Liebe ausgenommen, das, einer Quelle gleich, immer fließt und nie einem Wandel unterliegt.

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Die Liebe ist das Ähnliche im Unähnlichen wahrzunehmen.
(T.W. Adorno)

Die Intuition ist ein göttliches Geschenk, der denkende Verstand ein treuer Diener;
ist es nicht paradox, dass wir angefangen haben
den Diener zu verehren und die göttliche Gabe gering zu achten?

The intuition is a divine gift, the thinking mind a true servant;
isn´t it paradox, that we began to adore the servant and disregard the divine present?
(Albert Einstein)

Datum

So, 28.10.2018
Beginn: 9:30 Uhr

Veranstaltungsort

Zentrum Phönix
Münzgrabenstraße 103
8010 Graz
ÖSTERREICH

Tickets

Ausgleich: Euro 23,–/15,– Spenden darüber hinaus willkommen.

Mitwirkende

Gunter Friedrich

aus Troisdorf bei Köln war in der Verwaltungsgerichtsbarkeit tätig; ist seit 1976 Mitglied der Internationalen Schule des Goldenen Rosenkreuzes und Gründungsmitglied der Stiftung Rosenkreuz, hält Vorträge und verfasst Beiträge für Zeitschriften und Veröffentlichungen der Stiftung.
Das Spiel von Gut und Böse und darüber hinaus:
Woher kommt unser Empfinden von Gut und Böse?
Was verbirgt sich hinter dem, was wir »Gewissen« nennen?

Vieles von dem, was uns widerfährt, können wir als Ansporn betrachten, eine tiefere Ebene in uns freizulegen, durch die wir erkennen, wer wir sind, und durch die sich unser Leben ständig ändert. ‚Gut und Böse‘ – wir werden sie immer moralisch beurteilen müssen; aber darüber hinaus dienen sie unserem Erwachen

Dr. Sepideh Farahani-Wimmer

wurde 1978 in Teheran, Iran, geboren. Da die Bahá’í immer schon, jedoch seit den 80er Jahren im Iran noch massiver verfolgt wurden, flüchtete sie mit ihrer Familie nach Deutschland und studierte später Zahnmedizin; lebt in Graz und führt mit ihrem Ehemann eine Praxis für Zahnheilkunde; ist Mitglied der hiesigen Bahá´i-Gemeinde.

Die Bahá´i – Mensch- und Gottesbild
Der Bahá’i-Glaube ist eine monotheistische Weltreligion mit weltweit 8 Millionen Anhängern.
Sie verfolgt das Ziel, alle Völker und Menschen in einer universalen Gemeinschaft zu vereinen. Der Gründer der Bahá’í-Religion Bahá’u’lláh wurde 1817 in Teheran, Iran, geboren und verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in Gefangenschaft und Verbannung; seine Lehren umfassen die Gleichberechtigung von Mann und Frau, den möglichen Einklang von Religion und Wissenschaft, das Verständnis, dass die Religion Ursache von Einigkeit und Eintracht unter den Menschen sein sollte.

Der Mensch sei mit einer Vernunft begabten, unsterblichen Seele ausgestattet, in jedem stecke das Potenzial, die in ihm ruhenden, geistigen Fähigkeiten zu entwickeln. Diese dienen einerseits dem Fortschritt der Seele, andererseits beeinflusst die innere, spirituelle Entwicklung des Einzelnen den Fortschritt der Menschheit.

Dr. Svetla Baltova

aus Plodiv, Bulgarien; Ärztin, Kardiologin, Ganzheitsmedizinerin, die sich seit langem mit der Philosophie und den Lehren von Peter Danov auseinandersetzt; Vorsitzende der »Kommission Paneurhythmie«, lehrt diese Tanzform mit unterschiedlichen Gruppen in vielen Ländern und Kontinenten.

Peter Danov und Paneurhythmie: Peter Danov, Bulgarien (1864 – 1944)
Philosoph, Komponist, Meister der »weißen Bruderschaft« lehrt die ursprüngliche, universelle Philosophie des Christentums, gereinigt von allem menschlichen Beiwerk.

Wiederholt erklärt er, dass er nur lehre, was ihm aus der ewig fließenden Quelle der Gottheit zuströme. Christentum sei die in allen Aspekten des täglichen Lebens gelebte göttliche Liebe, das »Erblühen der menschlichen Seele«.

Dr. Christel Müller

Allgemeinärztin, Palliativ- und Notärztin mit Ganzheitlicher Praxis in Villach;
geboren und aufgewachsen in Frankfurt/Main, studierte Medizin in München; vielfältige Seminar- und Referententätigkeit.

Dr. Klaus Bielau

Arzt, Homöopath, Autor, Seminarleiter.

Robert Poech

Kunstuniversität Graz,
Gestaltung des musikalischen Rahmens

Programm

9:30 UhrEinlass
10:00 UhrMusikalische Einleitung, Begrüßung, Vorstellung der Referenten und der Workshops
10:30 UhrGunter Friedrich »Das Spiel von Gut und Böse … und darüber hinaus«
11:00 UhrSepideh Farahni-Wimmer »Die Bahai – Mensch- und Gottesbild«
12:00 UhrSwetla Baltova »Die Lehre des Peter Danov und die Paneurythmie«
12:45 UhrMittagspause
13:45 UhrWorkshop I. Durchgang
14:40 UhrWorkshop II. Durchgang
15:30 UhrPause
15:50 UhrAustausch von den Workshops, Dialoge im Plenum, ca. 16.45 Musik, Schlusswort
16:30 UhrEnde der Veranstaltung

W orkshops

Workshop A
Paneurhythmie mit Svetla Baltova;
praktische Übungen und Tänze.

Workshop B
Von der HeilKunde zur HeilKunst
mit Christel Müller und Klaus Bielau

Die Kunde vom Heil, die Kunde von der Genesung, ja Gesundung des Menschen ist tief in uns verwurzelt, eine uralte Sehnsucht gleich einer Botschaft, die durch die Kunst – es ist die Kunst das Leben – verwirklicht werden will, damit alles genesen kann, Mensch, Gesellschaft und auch unsere Erde.
Verstehen wir, worum es in der Natur geht, begreifen wir, was es auf sich hat mit Gesundheit und Krankheit, dann kann die Kunde umgesetzt werden in die Wirklichkeit unseres Lebens.

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