Freiheit

Ephides: Es ziemt dem Wandrer

Es ziemt dem Wandrer, um sein Ziel zu wissen
und auch zu fragen nach dem rechten Weg;
denn hat der Himmel seine Schleusen aufgerissen,
ertrinkt im Regenrauschen Sicht wie Steg.

Will er nicht irre gehn, muß er vertrauen
dem Rat des ersten, den er trifft und frägt,
doch miß er prüfend ihn im innern Schauen,
am Fühl’n der Richtung, das er in sich trägt.

So, Weltenwandrer, prüfend und vergleichend,
nehmt alle Stimmen auf in euer Sinnen;
naht Rat von außen, euch die Hände reichend,
ergreift sie erst, tönt wider er von innen.

Foto: Christel Achenbach

Quellenhinweis
"Ephides - Ein Dichter des Transzendenten" 
"Bürger-Verlag, Hans Dienstknecht, 74239 Hardthausen"
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