Alchemie

Ephides: Dir zu jauchzen, Unnennbarer

Dir zu jauchzen, Unnennbarer,
wollt ich aller Welten Werden,
aller Wesen Lust erleben.

Dir zu dienen, einzig Wahrer,
könnt ich aller Qual auf Erden,
allem Weh mich willig geben.

Dir zu leben, Dir zu sterben,
nehm ich Wachstum wie Verderben
mit der gleichen Inbrunst hin.

Dich zu finden, zu ergründen,
muß ich alle Fackeln zünden,
muß ich alle Wege ziehn.

Alle Welten zu durchmessen,
um der Welten zu vergessen,
wenn dereinst im Abendglühn

Du, Allew’ger, mir begegnest,
meines Suchens Sehnsucht segnest
und mit Lächeln krönst mein Mühn.

Foto: Christel Achenbach

Quellenhinweis
"Ephides - Ein Dichter des Transzendenten" 
"Bürger-Verlag, Hans Dienstknecht, 74239 Hardthausen"
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