Aufrüttelnde Texte

Blavatsky, Helena Petrowna: aus den 7 Stanzen aus dem „Buch des Dzyan”

Die Geheimlehre

Stanze 1 Abs. 1-5

Aus den 7 Stanzen aus dem „Buch des Dzyan”

1. Die ewige Mutter, gehüllt in ihre allezeit unsichtbaren Gewande, hatte wieder einmal durch sieben Ewigkeiten geschlummert.

Kommentar: Der „Mutter-Raum” ist die ewige, allgegenwärtige Ursache von allem – die unbegreifliche Gottheit, deren „unsichtbaren Gewande” die mystische Wurzel jeglichen Stoffes und des Weltalls sind… Die 7 Ewigkeiten sind die sieben Perioden, bzw. eine Periode, die in ihrer Dauer den sieben Perioden eines Manwantara entspricht und sich über ein Maha Kalpa oder großes Zeitalter (100 Jahre Brahmas) erstreckt und insgesamt 311.040.000.000.000 Jahre ausmacht; jedes Jahr Brahmas besteht aus 360 Tagen und der gleichen Anzahl von Nächten Brahmas, und ein Tag Brahmas 4.320.000.000 menschlicher Jahre.

2. Es gab keine Zeit, denn sie lag schlafend im unendlichen Schoße der Dauer.

3. …die Universalseele war nicht, denn es gab keine Ah-hi, sie zu enthalten.

4. Die sieben Wege zur Seeligkeit waren nicht. Die großen Ursachen des Leides waren nicht, denn es war niemand da, sie hervorzubringen und in sie verstrickt zu werden.

5. Die Dunkelheit allein erfüllte das grenzenlose All, denn Vater Mutter und Sohn waren wieder einmal eins, und der Sohn war noch nicht erwacht für das neue Rad und seine Pilgerfahrt auf ihm.

Abb.: Blavatsky, Helena Petrowna  1831 - 1891

Text: Blavatsky, Helena Petrowna: Die Geheimlehre  Stanze 1  Abs. 1-5

Erläuterung von HPB: Das Überlieferte in den Stanzen betrifft nur die Kosmogonie unseres 
eigenen Planetensystems. Die Entwicklung des gesamten Kosmos darf nicht weitergegeben werden 
und es sei nur wenigen höchsten Eingeweihten gestattet darüber nachzudenken…
An anderer Stelle sagt HPB: Meinen vergangenen und zukünftigen Richtern (literarischen Kritikern)
habe ich nichts zu sagen. Meinen Lesern der Geheimlehre wiederhole ich, was ich immer betont habe 
in den Worten Montaignes: Ich habe hier bloß einen kleinen Strauß aus gepflückten Blumen gemacht 
und nichts Eigenes hinzugefügt als den Faden, der sie verbindet.
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