Aufrüttelnde Texte

Seneca: Ruhe und Stille

Es muss als feststehend gelten, dass keine von allen
Tugenden dem Menschen mehr zukommt als die Milde

Es muss als feststehend gelten, dass keine von allen
Tugenden dem Menschen mehr zukommt als die
Milde, da keine menschlicher ist, und zwar nicht
nur unter uns, die wir annehmen, dass der Mensch,
ein geselliges Wesen, zum allgemeinen Besten da
sei, sondern auch unter denjenigen, die den Men-
schen der Lust anheimgeben, deren Reden und
Handlungen insgesamt nur ihren Nutzen im Auge
haben; denn wenn er Ruhe und Stille sucht, so fin-
det er diese seine natürliche Tugend, welche den
Frieden liebt und die Hände von Gewalt zurück-
hält.

Abb.: Lucius Annaeus Seneca, genannt Seneca der Jüngere (* etwa im Jahre 1 in Corduba; † 65 n. Chr. in der Nähe Roms), war ein römischer Philosoph, Dramatiker, Naturforscher, Staatsmann und als Stoiker einer der meistgelesenen Schriftsteller seiner Zeit. Quelle: Wikipedia
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