Poesie Lyrik

Alexander Sergejewitsch Puschkin:Nachahmungen des Korans, 5

Die Welt ist starr; des Himmels Mauern
Hältst du in schöpferischer Hand,
Dass sie nicht stürzend niederschauern,
Noch überschütten Meer und Land!

Du schufst es, dass die Sonne leuchtet
Der Welt, dem Himmel und dem All,
Wie Flachs, vom reinen Öl befeuchtet,
Im Lämpchen hell wird, im Kristall.

Zum Schöpfer betet; er ist mächtig;
Er lenkt den Wind; in Glut und Staub
Macht er den Himmel wolkenträchtig;
Er schenkt der Welt das Schattenlaub.

Er hat in Gnaden den Propheten
Zum Glanze des Korans erweckt,
So lasst auch uns zum Lichte treten,
Erlöst vom Nebel, der uns deckt.

Abb.. Gemälde v. William Turner Quelle wikipedia
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