Frieden

Hans Heinrich Blume: Lieber Gott, mach mich fromm,…

Lieber Gott, mach mich fromm,…
In den Geschäften „Sturm und Drang”.
Manchmal klingt auf ein Weihnachtsklang.

In dem Gedränge und dem Geschiebe
oft giftige Blicke und Seitenhiebe.
In dem Gewimmel fast alle nur laufen,
vor Heiligabend noch einzukaufen.
Alles äußerer Schein, die Verpackung im boom.
Alles Marionetten. Sie garantieren Konsum.
Alles ist rastlos und starrt ohne Scherzen
und ohne zu blinzeln in künstliche Kerzen.
Alles in Eile und voller Hast,
dass man den einen Moment nicht verpasst.
An Heiligabend, der Moment voller Glück,
bringt für Sekunden die Kindheit zurück.
Doch leider sehr selten es noch funktioniert.
Zu sehr sind von außen die Seelen verwirrt.
Zu sehr sind zum einzigen, heiligen Fest
die Seelen der armen Menschen gestresst
Auch ich bin leider ein solcher Tor,
steh unter Druck bis direkt davor.
Selbst beim festlichen Weihnachtsmenü
denk ich, was zu tun ist noch, morgen früh.
Und so bleibt es, fatal mein Bester,
regelmäßig bis zu Sylvester.
Wo ich dann sehe zurück bestürzt,
wieder mein Leben um ein Jahr verkürzt.
Frage, in die Hand gestützt mein Kinn:
Ist das tatsächlich des Lebens Sinn?
Was kann ich tun,
zu entgehen dem Geschiebe?
Ist vielleicht nötig
mehr Nächstenliebe?
Und ganz von fern, durch der Jahre Lauf,
klingt ein Gebet aus der Kindheit herauf:
Lieber Gott, mach mich fromm,
dass ich in den Himmel komm!

Gemälde: Albrecht Dürer
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