Literatur

Johann Wolfgang von Goethe: Würde des Ganzen

Wir wollen der Hausfrömmigkeit das gebührende Lob nicht
entziehen:

Wir wollen der Hausfrömmigkeit das gebührende Lob nicht
entziehen: auf ihr gründet sich die Sicherheit des Einzelnen,
worauf zuletzt denn auch die Festigkeit und Würde des Gan-
zen beruhen mag; aber sie reicht nicht mehr hin, wir müssen
den Begriff einer Weltfrömmigkeit fassen, unsre redlich
menschlichen Gesinnungen in einen praktischen Bezug in’s
Weite setzen und nicht nur unsre Nächsten fördern, son-
dern zugleich die ganze Menschheit mitnehmen.

Foto: Hermann Achenbach
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