Alchemie

Jan van Rijckenborgh: Ätherkörper

Derjenige, der den Pfad geht, muss am Anfang seines Entwicklungsweges noch mit den alten Äthern arbeiten, mit den Äthern der Dialektik, weil die neuen Äther ihm noch nicht zur Verfügung stehen. Darum bringt er anfangs die alten Äther der Natur des Todes in einen möglichst reinen Zustand.

Er versucht, so gut damit zu arbeiten, wie es möglich ist, um im Interesse der Ausführung seines Plans Anteil am Unbeweglichen Königreich zu erhalten. Daher die elementare Lebenshaltung und die Maßregeln, die der Schüler in der Schule ergreift. Er versucht am Anfang, mit den Riemen zu rudern, die er hat. Er bringt dazu diese Riemen in einen möglichst guten Zustand.

Jedoch die wahren Baustoffe, die wir nötig haben, können unmöglich aus diesen alten Ätherwerten hergestellt werden. Für das neue Lebensfeld sind die alten Äther wertlos. Darum ist als erstes ein neues Lebensprinzip erforderlich. Dann entwickelt sich im zweiten Mysterium eine neue Lebensenergie. Und wenn die Leber dann die weitere Entwicklung vollkommen gesichert hat, werden die vier heiligen Speisen, die neuen Äther, über den Kandidaten ausgegossen und so dringt die neue Lebenssubstanz, die neue Bausubstanz, in das System ein.

Text aus "Alchimische Hochzeit des Christian Rosenkreuz " von Jan van Rijckenborgh
Foto: Baumgaertel, Copyright: Hermann Achenbach
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