Poesie Lyrik

At-Tortuschi: Durch den Himmel schweift mein Auge

Durch den Himmel schweift mein Auge
Und ich spähe, schmerzbedrängt,
Ob ich nicht den Stern gewahre,
Dran der Blick dir eben hängt.

Alle Wandrer, die ich treffe,
Halt‘ ich an auf ihrem Pfad,
Sie zu fragen, ob nicht Einer
Deinen Duft geathmet hat.

Mich nach jedem Winde wend‘ ich,
Der den leichten Flügel schwingt,
Weil ich hoffe, daß mir einer
Kunde, Theure, von dir bringt.

Hierhin bald, bald dorthin streifend,
Lausch‘ ich, tief von Gram verstört,
Ob mein Ohr vielleicht von Jemand
Deinen Namen nennen hört.

Und ein jedes fremde Antlitz
Blick‘ ich lange forschend an,
Ob ich einen deiner Züge
Nicht in ihm erspähen kann.

Gedicht: At Tortuschi nachgedichtet von Adolf Friedrich von Schack
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