Alchemie

Jan van Rijckenborgh: Astrales Feuer

Was wir die Seele nennen, ist eine fünffache Offenbarung des astralen Feuers in der Persönlichkeit. Das astrale Feuer erfüllt die sieben Gehirnhöhlen und wird durch die magnetische Atmung des Gehirns in das System aufgenommen. Dieses astrale Feuer, dieses astrale Fluidum, mit seiner Verbindung zum Hauptheiligtum bildet den Kern, das tiefste Wesen Ihrer Seele, Ihres ganzen Lebens.

Durch diese Beseelung empfindet der Mensch sich selbst als ein Ich. Solange die Seele vollkommen aus der gewöhnlichen Natur, aus dem Weltall des Todes, zu erklären ist, ist sie sterblich. Nach dem Tod des Körpers geht auch die Seele einem Auflösungsprozess entgegen. Sie bleibt zuerst noch einige Zeit in der Spiegelsphäre (Jenseits), danach aber bleibt nichts mehr von ihr übrig: sie verflüchtigt sich zu gewöhnlichem kosmischem Fluidum.

Sobald jedoch der neue Bewusstseinszustand durch das Einströmen des neuen astralen Feuers in das siebenfache System des Hauptheiligtums zur Tatsache wird, kann man von einem neuen Seelenwesen und daher vom Zeichen des Menschensohnes sprechen. Von dieser Stunde an ist die Seele nicht mehr sterblich; dann ist sei unsterblich geworden. Diese unsterbliche Seele braucht sich nach dem Tod der Persönlichkeit nicht mehr mit der Spiegelsphäre zu beschäftigen, weil sie keinen Reflex mehr zum irdischen Gebiet besitzt.

Wenn Sie also beim Hinscheiden des stofflichen Körpers über eine in der Gnosis erneuerte Seele verfügen, ist das Irdische „verschlungen” und das Unirdische existiert. Das Unirdische aber kann nicht in der Spiegelsphäre angetroffen werden. Darum sagten wir in all den Jahren immer zu Ihnen: Wenn ein Schüler stirbt, der das Werk der Seelenerneuerung vollbracht hat, kommt er in das Vakuum von Shambala. Dort findet er die Brüder und Schwestern wieder, die ihm bereits voraus gegangen sind. Wir kennen, Gott sei Dank, viele Brüder und Schwestern, die er dort, wenn die Zeit gekommen ist, zweifellos antreffen wird.

Ist Ihre Seele unsterblich geworden, dann ist nach dem Tod der Persönlichkeit keine Rückkehr mehr nötig. Trotzdem werden verschiedene von uns zurückkehren, aber das geschieht dann freiwillig, um der Zurückbleibenden willen, um die Geistesschule im Dienst der Universellen Bruderschaft instand zu halten, solange das nützlich und notwendig ist, den Suchern in der stofflichen Welt der Rückweg zu weisen.

Text: aus dem Buch "Die Gnosis in aktueller Offenbarung" von Jan van Rijckenborgh
Abb.: Buddha koreanisch
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