Poesie Lyrik

Wo wir etwas finden, das wie Musik ist …

Wo wir etwas finden, das wie Musik ist,
da müssen wir bleiben:
Es gibt im Leben gar nichts andres zu Erstrebendes
als das Gefühl der Musik,
das Gefühl des Mitschwingens
und rhythmischen Lebens,
der harmonischen Berechtigung
zum Dasein.
Hermann Hesse

Wie ist es eigentlich mit den stillen, geräuschlosen Tönen in unserem Leben?
Wie empfinden wir die Stille, die uns überfällt oder sich ganz sachte zu uns gesellt?
Hören wir auch die tonlosen Harmonien, die in unserem Herzen sprechen?
Was möchten sie uns sagen?
Sollten sie uns mahnen, rufen, fragen lassen?
Was hören wir aus ihnen?
Spricht die Ewigkeit hier ganz still zu uns, um uns einzuladen, unsere wahre Realität zu suchen und zu finden?
Wecken die stillen Boten ein unbekanntes, unbenanntes Sehnen, das über alle Erfahrungen dieser Welt hinausgeht?
Wenn Sehnen eine Sprache hätte, wäre es dann die tonlose Musik in unserm Innern, die Musik unseres wahren Daseins? Des Daseins einer inneren Ausgewogenheit, einer Harmonie, lichtüberflutet vom Geist?

Foto: Hermann Achenbach
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