Selbsterfahrung

Wir sind gerufen

Jetzt, angekommen in der Gegenwart, ist der Moment, sich zu fragen: Wer bin ich?
Alles Erlebte ist Geschichte. Was habe ich gelernt? Worin besteht meine Aufgabe?

Was passiert ist, hat nicht so viel Bedeutung wie das, was daraus resultiert.
Mein Gefühl ist Enttäuschung. Enttäuschung über mich selbst. Das Leben ist eine Aufgabe. Erfülle ich sie auf die rechte Weise?
Meine Hoffnung ist die Freiheit, nicht nur für mich.
Gefangen in einer Vorstellung vom Leben, brauchen wir Visionen!
Es ist eine absolute Begrenzung, zu glauben, wir hören da auf, wo unser Körper aufhört. Wir hängen alle miteinander zusammen.

Unser Leben ist bedeutsam, viel bedeutsamer als unsere Worte.
Aber wie dringen wir durch, über uns hinaus? Was kann der Mensch tun?
Fragen wir unseren Verstand, sind wir schon wieder im Wirrwar unserer Gedanken. In der Mühle, die uns an den Rand der Verzweiflung bringt.
In der Begrenzung!

Wir überwinden sie, wenn wir uns dem anvertrauen, was uns ruft,
was schon immer war und immer sein wird. Was uns nicht nur liebt, sondern die Liebe ist. Sie kann wirken, wenn wir Ihr Raum geben. In uns, durch uns.

Treten wir zurück und lassen die Liebe wirken. Sie inspiriert uns, kann uns lenken, verändert uns, und – durch unser Verhalten – Andere.

Wir sind gerufen.

Foto: Rolf Mahr
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