Selbsterfahrung

Wir reiten auf astralen Wellen

Wir reiten auf astralen Wellen, verursacht durch unser Wunschdenken, unsere Lebensziele. Sie beseelen uns, bestimmen unser Selbstbild.
Sie tragen uns und machen uns zu dem was wir sind.
Sie geben uns ein gutes Gefühl.
Wir bauen ständig an einem Bild von uns selbst: so bin ich, so will ich sein, so will ich werden.
Ich bin, was ich denke.
Das treibt uns, drängt uns durch Leben.
Doch manchmal bricht die Welle über uns zusammen, wäscht uns, wirbelt uns unter Wasser und spült uns an ein felsigen Ufer.
Wir erfahren, wie unsere Träume zerplatzen, sich in Luft auflösen, wir werden desillusioniert und stehen mit leeren Händen da.
Keine Welle trägt uns mehr, kein Wind mehr in den Segeln.
Alles wird leer und sinnlos.
Wir sind wie in einem schwarzen leeren Raum, nichts erreicht uns mehr.
Ein schwarzer Raum, wie die Königskammer der großen Pyramide.
Wie die Grabkammern, in denen die Adepten der alten Mysterien für drei Tage lebendig begraben wurden, um ihre Körperlichkeit zu überwinden.
Lebendig tot, die Einweihung im Alltag.
Wann wird sich die Kammer öffenen, wann wird das Licht wieder hineinscheinen?
Es ist wie eine Wüste, in der 40 Tage gefastet wird, und der Widersacher ist auch immer da und versucht uns….zu verwirren.
Du schaffst es ja doch nicht!
Alles ist sinnlos!
Geniess lieber das Leben, anstatt es dir mit Hirngespinsten schwer zu machen!
Auch die Suche nach einem spirituellen Leben ist nur eine astrale Welle!
Und hier hat er recht.
Alles muss losgelassen werden, das ist wahres Fasten.
Das ist, was der Gautama tat, als er den Weg der Askese verließ.
Alles ist Nichts.
Nur das totale Nichts kann uns in die Realität führen.
Alles andere sind Bauwerke unseres Wunschdenkens.
Der Erbauer des Hauses ist erkannt, kein Haus wird er mir mehr erbauen, sprach dann der Erleuchtete, der Buddha.

Foto: NeuPaddy, Pixabay.de, CC0
Kommentare

Ihr Kommentar