17. September 2019 von Frank Saß

Was will werden?

Der Mensch hat sich in den letzten 2000 Jahren sehr verändert, und damit auch sein Zugang zur Spiritualität.
Ursprünglich wurde die Spiritualität in mönchischen Gemeinschaften, Klöstern oder in einer Meister-Schüler-Beziehung praktiziert.
Im 20. Jahrhundert waren es mehr oder weniger offene Gruppen mit denen man fest verbunden war.
Der Mensch des 21. Jahrhundert will sich nicht binden, eine bedingunglose Hingabe an einen Meister oder eine Institution widerspricht seinem Drang nach Freiheit, Selbstverantwortung und Selbstbestimmung.

Die Frage ist, ob eine tiefgreifende spirituelle Entwicklung, auf der Basis einer Konsumhaltung möglich ist, indem man sich von Event zu Event hangelt.
In den 60er Jahren kam ein Spruch auf: Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst.
Man stelle aber schon bald fest, das eine bleibende Bewusstseinsveränderung nur möglich ist, auf der Basis einer sehr bewussten Lebensführung.
Mit der Frage: Was bringt mir das? kommt man nicht weit.
Die Frage muss lauten: Was muss ich tun, oder geben, damit sich mein Bewusstsein so verändert, das sich mir höhere Wahrheiten offenbaren?
Wie muss spirituelle Praxis im 21. Jahrhundert aussehen, damit die Menschen dieser Zeit einen Zugang dazu finden?
Wie weit passt sich der geistige Weg unseren Bedürfnissen an, und wie weit müssen wir unsere Bedürfnisse den Forderungen des geistigen Weges anpassen?
Wie muss spirituelle Praxis aussehen, um diesen Spagat zu bewältigen?
Bei unserer Stiftungsveranstaltung wollen wir u.a. in Worshops versuchen, gemeinsam Antworten auf diese Fragen zu finden.

Foto: pixabay

 

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