Bild: Toleranz – Akzeptanz
10. Mai 2022 von Frank Saß

Toleranz – Akzeptanz

Ich möchte hier gerne noch einmal auf einige Zitate des amerikanischen spirituellen Lehrers Ram Dass eingehen, aus seinem Buch „Schrot für die Mühlen“:
„Wir suchen uns unseren Weg durch diese Inkarnation hindurch. Jeder von uns hat einen anderen Pfad. Kein Pfad ist besser als ein anderer, sie sind nur unterschiedlich.
Das Universum stellt die Bedingungen für Erfahrungen her, die dazu da sind, unsere Reaktivität aufzulösen, die aus unserem Festklammern an Angst, Schmerz, Freude, usw. besteht.
Und solange es einen Bereich in uns gibt, in dem wir verletzlich sind, wird das Universum einen Weg finden, uns damit zu konfrontieren.
Jeder von uns lebt in seinem eigenen Universum, das von seinen projizierten Anhaftungen erschaffen wird….auch aus den von uns gemiedenen Dingen und unseren Ängsten.
Wenn wir unsere eigene Reaktivität anzunehmen beginnen, dann sagen wir: Gut, ich akzeptiere das… dann verliert es seine Anziehung und es entschwindet.
Wir verwandeln uns dabei so sehr, daß wir vollkommen damit einverstanden sind, das zu tun, was die Situation verlangt“.
Soweit Ram Dass.

Diese Worte führen sehr konkret vor Augen, daß jeder Mensch in seiner persönlichen Welt lebt, in seinem Universum, welches seine karmische Situation widerspiegelt.
Er lebt also in einem karmischen System, in einer karmischen Wolke.
Und alles, was ein Mensch erlebt, erleben muss, ist für ihn richtig, weil er so die Erfahrungen machen kann, die er braucht, um zu wachsen und zu reifen.
Man kann also sagen: Alles was ist, ist richtig, weil notwendig.

Wohlgemerkt: Das bedeutet nicht, dass alles gut ist!

Der Philosoph Leibniz hat gesagt, dass wir in der Besten aller möglichen Welten leben.
Das ist eine Aussage, die gerade in der aktuellen Situation schwer zu akzeptieren ist, zumal die Realität kaum unseren Idealvorstellungen entspricht.
Wenn man zwei kleine Wörtchen zufügt, und sagt: Wir leben in der FÜR UNS besten aller mögliche Welten, dann bekommt der Satz einen anderen, besseren Sinn.
Dann besagt er, wir leben in genau der Welt, in der wir die Erfahrungen machen können, die wir brauchen.
Die Welt ist ein Spiegelbild unseres persönlichen, aber auch des kollektiven karmischen Zustandes.

Daraus ergeben sich einige Konsequenzen:
Zum Beispiel eine grenzenlose Toleranz.
Wenn man sieht, dass alles was geschieht auch geschehen muss, weil damit notwendige Erfahrungen verbunden sind, dann hört man auf, Vorstellungen zu projizieren von richtig und falsch, von darf sein oder darf nicht sein.
Wenn man weiß, dass alle Konflikte, in denen sich die Menschen befinden, genau die sind, die sie gerade brauchen, um etwas zu lernen, dann kann man seine Kritik an anderen völlig loslassen.

Foto: Pixabay

 

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