Poesie Lyrik

Von den Sternen lernen

In den Nächten, in denen die Sterne miteinander sprechen,
halte ich mein Ohr lauschend in den Himmel
und höre von diesem lange nicht endenden Traum des Seins.
Er erzählt von jenem großen Wachen,  das nur der Himmel kennt
und flüsternd fließt sein Geheimnis in mein Herz
und macht mich zum zeitlos Verbündeten.

Ich sehe einen großen Zeitenbogen und einen kleinen.
Doch höre ich auch deren Schmerz wie ein stummes Lied.
Begleite ihn und trage ihn mit mir fort.
Am Morgen übergebe ich ihn
an den klaren Tag mit dem großen Sonnengestirn
und wiege ihn bis zum Abend.
Wandele ihn und er wandelt mich,
um in der Nacht dem Tag neu geschenkt zu werden.
Gehe so durch Tage in der Zeit in zeitlosem Geleit,
mit dem Wunsch nach jener Harmonie,
die die Sterne uns stets künden.

Foto: Frank Saß
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