Freiheit

Selbsterkenntnis

ETWAS spricht zum Menschen: „Du bist doch gar nicht kompliziert!” Der Mensch protestiert und ruft aus: „Nun, vor einiger Zeit sagte man mir, ich sei kompliziert.”

ETWAS erwidert: „Das war früher. Heute bist du nicht mehr kompliziert.” Der Mensch möchte es immer noch nicht begreifen.

ETWAS sagt: „Es sei denn, du willst kompliziert sein und bleiben. Das sind doch nur deine Gedanken. Die Wahrheit und die Wirklichkeit sind ganz anders. Wir müssen uns von all den Lasten frei machen. Wir dürfen nicht an alten Charakteren festhalten, nicht an alten Urteilen über uns von unseren Mitmenschen, nicht an alten Verletzungen, auch nicht an unserer Kompliziertheit. Dann wird alles doch ganz einfach.”

Der Mensch bittet: „Sage mir, wie geht das?”

ETWAS spricht im Menschen: „Errette dich aus deinen Gefängnismauern, den Mauern der Gewohnheit. Verschwende nicht wieder jeden Tag aufs Neue. Verschließe nicht die Tür vor der Welt. Sonst bleibt dir das herrlich Besondere verschlossen. Auch bleiben dir die Geschenke, die dir die Menschen, deine Freunde und all die Begegnungen machen, vorbehalten.”

„Was sind das für Geschenke?”

ETWAS antwortete in ihm: „Das DU ist der Spiegel des ICH. Wenn du nicht in den Spiegel schaust, weißt du gar nicht, wie du aussiehst. Durch deine Freunde, durch deine Gefährten, durch MICH lernst du dich kennen. Selbsterkenntnis, die du als Geschenk annimmst, führt von der Kompliziertheit in die Einfachheit, in die Einheit mit Gott.”

Foto: Hermann Achenbach
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