Bild: Morgendämmerung zwischen Traum und Tag
24. Mai 2022 von Aurora Jahn

Morgendämmerung zwischen Traum und Tag

Es ist fast nicht zu beschreiben, wie das Gold der aufgehenden Sonne sich durch die Wolkenschichten ankündigt. Die Farben gehen von hellgold zu rotgold bis hin zu hellleuchtendem Gelb. Darüber gelagert sind leichte Wolkenschleier taubenblau, dann wieder türkis so differenziert und verschieden abgestuft, so dass man sich fragt, wie soll es möglich sein, diesen Himmel in Farbe festzuhalten? Vielleicht würde es Rembrandt, Monet oder Cezanne vollbracht haben?
Diese wunderbare, zarte Morgenstimmung in Töne zu fassen, war Eduard Grieg gegeben.
So verheißungsvoll kündigt sich ein Tag an.
Können wir diese Verheißung wahrmachen?
Wie soll das geschehen?

Wie sah die Morgenröte meines Lebens aus?
Sie sah in jedem Fall verheißungsvoll aus. Denn ich wuchs ganz natürlich auf. Hatte verständnisvolle Eltern, konnte einen Verbindung zur Natur aufbauen, weil ich in meiner Kindheit auf dem Land aufwuchs.
Der größte Traum meines Lebens wurde zwar nicht so erfüllt, wie ich es ursprünglich erhoffte. Aber ich bin mit meinem Lebensergebnis mehr als zufrieden. Mir wurde im Laufe der Zeit bewusst, dass es nicht die stofflichen Werte sind, die im Leben wirklich zählen. Es sind die geistig-seelischen Bezüge, die dann auch die adäquaten Kontakte fördern. Jene menschlichen Kontakte, die man als Gleichgesinnte ansehen kann.
So wird man immer beschenkt, ohne etwas zu wollen. Denn die wahren Werte liegen im Innersten des Menschen, die nicht verloren gehen können. Darum ist es auch wesentlich, anderen, jene unstofflichen Geschenke zu machen.

Foto: David Mark auf Pixabay

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