Weisheit der Jahrtausende

Menhire auf Sardinien

Fährt der Urlauber auf der Mittelmeerinsel Sardinien die alte Landstraße von Santa Maria Navarrese nach Arbatax kann er an der linken Seite auf einer großen Wiese noch zwei Menhire eines alten Steinkreises entdecken. Die restlichen Steine sind teilweise umgefallen oder abgetragen. Manchmal wird die Wiese von Schaf- oder Ziegenherden als Weideplatz genutzt, bei unserer Besichtigung war die Weide ohne Tiere. Sofort war die geheimnisvolle und besondere Atmosphäre, die auch im Reiseführer angekündigt wurde, spürbar. Antonin Gadal schreibt in dem Buch das Druidentum über Steinkreise auf S. 177, Ausgabe 1993, folgendes: „Das Druidentum hat uns unbehauene Steine hinterlassen, einzeln, zusammengefügt oder gruppenweise an Orten, die noch immer Druidenkreise genannt werden. Seit den frühesten Zeiten besaßen diese Steine eine Bedeutung. Der Menhir oder der aufgerichtete Stein symbolisierte den Universellen Mittelpunkt….” Wer die beschriebenen Menhire noch in ihrer Ursprungsaufstellung sehen möchte, sollte sich beeilen, bevor sie vollständig abgetragen oder in ein Museum transportiert werden. Bekanntermaßen befinden sich an vielen anderen Orten mehr oder weniger intakte Steinkreise an ihren Originalschauplätzen und lassen eine ähnliche Atmosphäre aufkommen wie z.B. Stonehenge in England oder etwa im Tal der Ariège in Frankreich.

Foto: Angela Klangthal
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