Bild: Leben und Tod
18. Oktober 2022 von Cornelia Vierkant

Leben und Tod

Als ich neulich im Bus saß, fuhr er an einem Feld vorbei, auf dem ein Steinmetz viele Grabsteine für kommende Beerdigungen vorbereitet hatte. Im Bus saß auch eine Mutter mit ihrem kleinen Sohn und er sagte, als er aus dem Fenster sah: „Hier liegen aber viele Tote.“
Natürlich korrigierte die Mutter ihren Sohn und versuchte ihm klar zu machen, dass es sich hier lediglich um Grabsteine für kommende Beerdigungen handelte.
Und dennoch frage ich mich, wie weit ist die Entfernung vom Leben zum Tod, und was will sie uns sagen?
Man hat vermutlich schon den endgültigen Abschied von engen Verwandten und Freunden erlebt und das sagt uns, alles ist vergänglich und angreifbar.
So wie wir vergänglich und auch angreifbar sind, wenn wir uns dessen auch nicht immer bewusst sind und es vielleicht auch nicht immer sein wollen.
Aber die großen Wahrheiten dieses Lebens gelten auch für uns und sie sind gegenwärtig, wenn wir sie auch nicht sehen.
Unser Blickwinkel ist oft sehr klein. Das ändert aber nichts daran, das die großen Wahrheiten auf für uns gelten.
Lassen wir geschehen, was für uns gedacht ist und lernen wir im Stillen daraus.

Foto: Paul Henri Degrande auf Pixabay

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