Selbsterfahrung

Ich bin, der Ich bin.

Neben anderen Bezeichnungen ist dies ein Name, der Gott selbst zugeschrieben wird. Dieser Name veranlasst mich auch darüber nachzudenken, wer ich bin in meiner Zeit?
Bin ich nur ein materieller Körper mit Sinnessorganen, die mich steuern? Oder bin ich mir täglich bewusst, dass ich im Herzen einen göttlichen Funken trage, der mir in meinem Leben ein Führer sein könnte?
Dieser göttliche Funke schlummert in jedes Menschen Herz und ist mit einer großen Verheißung verbunden.
Eine Verheißung, die mich zum Sucher werden ließ.
Denn, wenn der Mensch in diesem Leben an Grenzen stößt, die unüberwindlich erscheinen, kann das sehr schmerzhaft sein, so hatte ich es jedenfalls erfahren.
So frage ich wieder, wer bin ich?
Werde ich eines Tages auch sprechen dürfen, -ich bin, der ich bin-, ohne damit als Mensch überheblich sein zu wollen, sondern weil ich zu meiner wahren Identität gefunden haben würde?
So bleibt nur die Sehnsucht, dass mein Leben mit der Wirksamkeit des Uratoms in Einklang kommen kann, um daraus zu leben. Das schließt vielleicht auch ein, dass mir nahestehende Menschen mich manchmal nicht verstehen werden. Aber dazu muss ich stehen, was gleichzeitig einschließt, dass ich danach lebe, wohin das geistige Prinzip mich führen will, um meine innere, spirituelle Identität zu wahren. Denn nur geistige Gesetze führen zur Harmonie im Leben.
Werde ich dann ohne Zwang einst sein, der, der ich bin? Zu dem ich innerlich stehen kann?

Gemälde: Anita Vieten
Kommentare

Ihr Kommentar