Bild: Hieronymus Bosch
29. September 2020 von Cornelia Vierkant

Hieronymus Bosch

Es hat lange gedauert, bis ich mich an die Malerei des Künstlers herangewagt habe. Denn früher fand ich die Bilder einfach nur gruselig.
Jetzt bin ich den Spuren des Künstlers, der von 1450 -1516 lebte, nachgegangen, um mich den Aussagen seiner Bilder zu nähern.
Hieronymus Bosch lebte in der Kleinstadt Hertogenbosch, nordöstlich von Antwerpen. Und er stammt aus einer Malerfamilie, wo er auch seine Malereiausbildung erhält. Ansonsten ist über sein Leben nicht viel bekannt; außer, das er 1481 eine Patriziertochter heiratete und 1488 einer religiösen Bruderschaft beitrat. Diese Bruderschaft pflegte Kontakt zur Elite der Niederlande.
500 Jahre nach seinem Tod hat seine Heimatstadt eine Retrospektive stattfinden lassen, die mit großem Interesse besucht wurde. Bosch galt als Vorläufer des Surrealismus. Aber auch zu Lebzeiten war der Meister berühmt und einflussreich.
Wie es im Mittelalter war, schufen die Maler derzeit überwiegend christlich, religiös ausgerichtete Werke und verdienten sich damit gleichzeitig den Unterhalt. Boschs Auftraggeber waren der Adel und der Klerus. Sein bedeutendster Auftraggeber war der Erzherzog Phillip der Schöne.
Der Meister war ein mutiger Mensch, der sich allen Lebenssituationen gestellt hat. Denn seine Bilderfindungen- und Motive sprengen den Rahmen der Wirklichkeitsvorstellungen und weichen gleichzeitig von der seinerzeitig bestehenden Tradition der bildenden Kunst ab. Er hat völlig neuartige Lebewesen und pflanzliche und mineralische Formen geschaffen.
Mit seinen Bildern überzog er alle Stände einer Kritik. Außerdem unterhielt er das höfische Publikum mit seinen Gemälden. Aber viele Darstellungen sind rätselhaft geblieben und der Meister äußert sich nicht schriftlich zu seinen Werken.
Aber die Symbolik seiner Bilder erklären Vieles:
So steht der Bär auf seinen Bildern für die Todsünde;
Die Kröte für Verderbtheit;
Die Eule bedeutet Heimtücke;
Der Trichter steht für betrügerische Absichten;
Der Pfeil signalisiert das Böse;
Dämonen werden als menschliche Wesen mit Tierköpfen gezeigt.
Mit seinen Bildern wollte er das Böse im Menschen sichtbar machen. Es sollte letztlich eine Belehrung in Moral und Religion sein.
Auf der anderen Seite steht auf seinen Bildern der Schwan für Keuschheit. Und es wird mystisch, wenn bei ihm das Einhorn auftaucht.
Er malt aber auch menschliche Gesichter, die nachdenklich wirken.
Besonders bekannt sind seine Werke:
Der Garten der Lüste;
Das jüngste Gericht;
Neptun und Amphitrite.
Als Universalkünstler war Hieronymus Bosch in allen Arten der Malerei zu Hause.
Auch ein Schüler einer Geistesschule muss viele Lebensphasen hinter sich bringen, bis er das trockene, gefahrlose Land eines spirituellen gnostischen Feldes betreten kann. Dann beginnt für ihn spirituell ein ganz neues Leben, dass Möglichkeiten eröffnet, von denen nur zu träumen war und an die die Träume auch nicht annährend hinan reichten.
Darum ist der spirituelle Weg gleichzeitig das Ziel.

Foto: wikilmages auf pixabay

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