Selbsterfahrung

Grund meiner Existenz

Mein Leben bisher, wen interessiert’s?
Ich habe viel geschafft, aber wen interessiert’s?

Was also soll das Ganze?

Vielleicht denken viele andere auch so.
Sie halten ihr Leben für unwichtig.
So schaffen sie sich etwas, was sie wichtig macht:
Geld, Familie, Besitz, Gesundheit, Anerkennung, Ruhm.

Ein Kindheitstraum von mir war: Ich laufe alleine
durch Trümmer einer Stadt. Es ist niemand mehr da. Nur ich.
Dieser Traum kommt wieder in mir wieder hoch.

Nehme ich mich zu wichtig?
Mein Leben wurde wichtig, weil ich Kinder habe.
Darum habe ich mich gekümmert, um mein Mutterleben.

Aber da gibt es noch etwas anderes, da ist noch etwas.
Es ist tief in mir, klein und liebevoll. Und es ist hilflos ohne mich.
Es ringt darum, wahrgenommen zu werden.
Ich bin um dieses Innerste herum aufgebaut.

Welcher Teil ist verloren, der innere oder der äußere?

Ich lebe, weil dieses Kleine, Liebevolle, Weiche, unauslöschlich Gute
leben muss, und das kann es nur durch mich.

Das ist der eigentliche Grund meiner Existenz. Das ist wichtig.
Teil eines großen Geheimnisses.
Kleiner Teil eines Ganzen, eines Ganzen, das einmal heil war.
Und jeder, der dieses Kleine, Liebevolle, unsagbar Sanfte in sich trägt, ahnt etwas von dem großen Geheimnis … und fühlt sich auf der Welt verloren.

Foto: Frank Saß
1 Kommentar
  • Bernhard KneipBeantworten

    Was ist der eigentliche Grund unserer Existenz?

    Wenn es zwei Menschen im Mensch gibt, wer sollte der Herr im Hause sein? Der innere geistige göttliche Mensch oder der äußere körperliche Mensch?

    Wer bin ich nun gerade mehr, der äußere körperliche Mensch oder bin ich gerade mehr der innere göttliche Mensch?

    Nach was sehnst ich mich gerade mehr, nach meinem inneren göttlichen Sein oder nach dem äußerlichen körperlichen Mensch-sein?

    Liegt das große Geheimnis nur im äußerlichen körperlichen Leben, im Tanz um das goldenen Kalb? Oder sind die zwei Menschen, ein innerer geistiger Mensch und ein äußerer körperlicher Mensch ein und der Selbe, nicht voneinander getrennt? Ein Mensch in zwei Seins-ebenen, dennoch ein und der Selbe!

    Sein oder Nicht-Sein?

    Ich glaube, das es die ein-zigste Aufgabe des Menschen ist, sich des Göttlichen in sich bewusst zu werden und so durch diese Erleuchtung dem Göttlichen das Zepter zu übergeben, so dass ES die Führung übernehmen möge. Das EGO wird sodann zum Diener des göttlichen Menschen transformiert. Das ist dann die Rückkehr des verlorenen Sohnes.

    Und NICHTS ANDERES ist das Ziel, was sich jeder Mensch selbst gesteckt hat.

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