Poesie Lyrik

Gottvertrauen

Gottvertrauen
In der Tiefe meiner Seele
bist du mir verloren gegangen.
Ich spüre nur noch Einsamkeit,
tiefe Gott-Verlassenheit.

Ein Teil von mir
sehnt sich nach dir,
drängt mich,
quält mich,
noch widersteh‘ ich,
noch bin ich „Ich”,
noch will ich die Ergebung nicht.

Ich wälze mich
durch den Schlamm meiner Triebe
und ernte nur Hiebe
von der Hand deiner Liebe,
die mich trifft wie ein Schwert
und meine Selbstsucht zerstört.

Dein Sturmwind kommt über mich, bricht auf mein Herz
bringt Untergang, Leiden, Chaos und Schmerz.
Doch er bringt mir auch Liebe, er schenkt mir auch Glück
auf dem langen, einsamen Weg zurück.
Das Kreuz deiner Liebe pflanzt du tief in mir ein.
Es soll das Fundament unserer Befreiung sein.

Deine Wogen umspülen sanft mein Herz,
dein lebendes Wasser stillt all meinen Schmerz.
Der Strom des Lebens dringt in mich ein,
Kummer und Leid sind für immer vorbei,
weggespült Unwissenheit und Wahn.
Ich tauch unter in deinem Ozean!

Foto: Frank Saß
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