Bild: Giordano Bruno
7. September 2021 von Frank Saß

Giordano Bruno

In der neuen Broschüre der Stiftung Rosenkreuz mit dem Titel:
Die Kosmologie der All-Lebendigkeit – Von der ungebrochenen Aktualität des Giordano Bruno
findet an folgendes Zitat von Bruno:
„Meine Betrachtung folgt keiner seichten oder gehaltlosen Richtung,
sondern einer sehr wichtigen und eines vollkommenen Menschen würdigen.
Auch erfand ich das Ergebnis nicht oder träumte es, sondern ich betrachte es
im erhabenen Palast des Allmächtigen, im unermesslichen Ätherraum und in
der unendlichen Potenz der zweifachen Natur, die zu allem wird und alles
hervorbringt.
Deshalb können wir so viele Sterne, Welten oder, wie ich sie nenne,
große Lebewesen und Götter betrachten, die ohne Zahl und Ende
überall in ihren eigenen Bereichen und Ordnungen für den einen Höchsten
zusammenklingen und tanzen.
So zeigt sich durch das Ewige und Unermessliche des Sichtbaren und die
Verwirklichung des Unzählbaren jene ewige und unermessliche Majestät
und Güte unserem Bewusstsein.
Zu seinen Ehren und für die Verkündigung seines Ruhmes wird er durch
die Existenz und die Harmonie zahlloser Götter oder Welten sogar für die
Augen deutlich sichtbar verherrlicht.
So wollen wir denn unsere Augen auf das alle Formen wiedergebende Bild des
Gottes richten, der alle Formen enthält und sein lebendiges und großartiges
Gleichnis bewundern.
Hier, wo gleichsam die Seele am Bug steht, das Leuchtfeuer der Sinne
vorauseilt, und das Denken im Heck das Ruder hält, erhebt sich das Licht des
Bewusstseinszum Aussichtspunkt, um den ganzen Horizont zu überblicken,
das Vergangene in die Erinnerung zurückzurufen, das Gegenwärtige zu
betrachten und die Zukunft vorherzusehen.
Deshalb nennt Trismegistos den Menschen das große Wunder, der sich in Gott
verwandeln kann, als ob er selbst Gott wäre, und der es wagt, alles zu werden,
wie Gott alles ist.
Er strebt nach dem Unendlichen, obgleich ihm überall Endliches begegnet,
wie Gott unendlich, unermesslich und überall ein Ganzes ist.“
Die Broschüre ist im Rosenkreuz-Verlag erhältlich.

Foto: Stiftung Rosenkreuz

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