Bild: Freiheit
6. Juli 2021 von Angela Paap

Freiheit

Viele Menschen wünschen sich einen Gott, der in der Welt alles gut einrichtet und durch seine Allmacht Böses verhindert. Die Tatsache, dass Böses geschehen kann und auch geschieht, lässt viele an Gott zweifeln. Wenn man aber davon ausgeht, dass wir Menschen nicht nur „beseelte Geschöpfe aus Lehm“ sind, sondern Mikrokosmen, muss das Verhältnis von Gott und Mensch anders sein. Dann kann es nicht sein, dass Gott aus dem Menschen eine Marionette macht, die er dirigiert und vom Bösen abhält. Im Gegenteil, der Mensch muss an sein wahres Wesen erinnert werden. Zugleich muss er imstande sein, seinen Weg durch Raum und Zeit zu erfüllen und dabei alle Erfahrungen, derer er bedarf, in Freiheit zu machen. Dabei kann er sich in eine Sackgasse verlaufen, in die tiefste Isolation seines Ichs – um dann gerade von dort aus durchzubrechen zu seinem wahren Selbst. Denn zwischen Gott und Mensch besteht das Verhältnis eines universellen Wesens zu sich selbst, gleichsam die Beziehung der Sonne zu ihren Strahlen.

Aus: LOGON Nr.7 Magazin für Transformation

Bild: flowing heart von  Ruth Alice Kosnick

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