Alchemie

Feuer des Anfangs

1
Von zwei Lichtern ist die Rede,
vom Licht des Geistes und vom Lichte der Natur.
Erst ist das Licht des Geistes,
dann das der Natur.

2
Ist das Licht des Geistes verdunkelt,
kann es sich ängstlichem Bewusstsein nicht mitteilen.
Kann es in ihm nicht strahlen,
so lebt es nicht,
und im gleichen Moment wird das zweite Licht,
das der Natur, ersticken.

3
Erst wo wir Kenntnis haben,
Gnosis also und Vertrauen,
inneres Licht,
Feuer des Lebens,
Feuer zur Gegenwart,
beginnt die Aufgabe des Menschen
als Morgenrot des Neuen Tages zu glühen.

4
Und dann weißt Du es auch,
ganz selbstverständlich,
ganz natürlich,
ja erfährst es von Stunde an,
von Atemzug zu Atemzug,
dass das Licht in die Finsternis strahlt,
um deren Gewalten und Mächte aufzulösen,
die wie Nebel zerfließen vor aufgehender Sonne.

5
Damit stirbt die alte Magie der Angst,
die das dunkle Menschentier durch die Zeiten jagt.
Aufs Neue geboren wird so
das Feuer der Mitte,
zur Heilung, zur Genesung,
zum Erwachen des Licht-Menschen.

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