Bild: EINE HOMMAGE AN „DIE STIMME DER STILLE“
11. Oktober 2022 von Christof Fröhlich

EINE HOMMAGE AN „DIE STIMME DER STILLE“

Versuch einer Annäherung an ein Mysterium tremendum et fascinosum

Das Buch „Die Stimme der Stille“ herausgegeben von H.P. Blavatsky, ist ein Magnum Opus, das in seiner spirituellen Wortgewalt seinesgleichen sucht. Es hinterlässt in einem empfänglichen Herzen einen unauslöschlichen Eindruck von Zartheit und Göttlicher Explosivität, vor der der Verstand in seiner analytischen Ausprägung scheitern muss.
Es bleibt die Frage: Warum zeichnet sich dieses, an sich kleine Büchlein, durch eine derartige Faszinationskraft aus, ein Strahlenkranz, der den Sucher ganz sanft und unwiederbringlich in seiner Seele berührt, ihn nicht mehr loslässt, ob er sich dessen bewusst wird oder nicht.
Jener bizarre Duft, der diesen Zeilen betörend entströmt, bringt jedes Hindernis auf dem Weg zum Einsturz, so es dem Schüler wirklich ernst ist.
Die Stimme der Stille: Sie ist Wort gewordene Magie des Geistes.
Die Stimme der Stille: Sie ist Wort gewordener Zauber der Seele.
Die Stimme der Stille: Sie ist Wort gewordenes Werkzeug für den Schüler in dieser Welt.
Die Stimme der Stille: eine Schöpfung, der die sanfte Wucht des GOTT-Impulses innewohnt.
Die Stimme der Stille: ein Mysterium tremendum et fascinosum.
Ein Zauber, der das Herz anrührt und in neuen Rhythmen neues Leben einhaucht.
Ein Zauber, der ganze Welten entstehen und vergehen lässt, um in den Erscheinungen des Daseins wirken und „arbeiten“ zu können.
In der Welt des HERZENS, der Welt des GEISTES und der Welt der SEELE.
Ein Zauber von feinstem Goldgespinnst, dem sich die Spindel des Verstandes nicht zu entziehen vermag. Goldfäden, zu feinstem Netz geknüpft: Untergang und Auflösung des Egos im Kelch Göttlichen Weines, jenes magischen Feuers, das die Schönheit des Untergangs in der Poesie des Lichts als Wort in Erscheinung treten lässt.
Und noch Größeres als Untergang und Aufgang zeigt sich auf der Bühne des Göttlichen. „Das, was kein Auge noch gesehen, kein Ohr je gehört“, neben dem die größten Harmonien zu NICHTS entschwinden, wo nur noch Eines bleibt: „Donnerndes Schweigen“.
Allein wo GOTTES SEELE angebetet wird, wo Gottes Seele nichts gibt und empfängt, wo goldene Schauer das Herz in grenzenlosem Schmerz der Trennung vergehen lässt – Schmerz der Ekstase, der unter den Füßen der Gottheit verstummt. Die Stimme, die allumfassend den Urgrund erkennt, auf dem alles entsteht und vergeht. Zauber und Magie der STILLE. Einer Stille, die durch ihre Unfassbarkeit, ihre Leere, die Gefühle des „PAN“ erweckt und das Reich der Seelenschöpfung in der Dämmerung des Seins zu strahlendem Leben auf die Bühne Gottes ruft. Diese Stille, der alles zugrunde liegt, die der Eckstein ist, der jeder Schöpfung Sein und Wert verleiht, der die Ruhe des Absoluten zu unfassbarer Schönheit aufblühen lässt. Der Eckstein, der in seiner Stille und Unbewegtheit kein Jota zur Seite weicht, der in Seiner unbewegten Stille alles möglich macht, vor nichts Halt machend, den Kuss Gottes auf das Herz der Seelenwelt in alles verbrennender Leidenschaft legt.
„Ich wollte erkannt werden – so erschuf Ich die Welt.“
„Ich wollte geliebt werden – so erschuf Ich die unzählbaren Seelenherzen,“ die in endlosem Tanz von Freude und Ekstase, in den tödlichen Wirbeln der Gegenwart Gottes, in ihre innerste Verwandlung eintraten.
Das „Warum“ wurde zum Gralskelch des innersten Geheimnisses von Gott, überschäumend vom Feuer der Liebe Gottes, wo Schöpfung ohne Finsternis noch möglich war in Gottes ewigem Garten. Wo den Herzen dargereicht wird die Goldene Rose Gottes, vor dem Hintergrund abgrundtiefen Schweigens der diamantstrahlenden Stille, die keines Menschen Seele je ertragen hat, es sei denn unter der zärtlich liebenden Hand des Göttlichen Kindes, das Universum mit kindlicher Freude in seinen weit geöffneten Armen umfassend, mit schelmisch göttlichem Lächeln, das die Welten in donnernder Apokalypse des Lichts aufeinander prallen lässt, in göttlichen Harmonien unendlicher Sphärenklänge die Poesie der Schöpfung Wirklichkeit werden lässt. Alles kann werden, wo Gottes Atem weht. Getragen vom Funkeln aus göttlichen Kinderaugen: liebevoll, unbezwingbar, köstlich im Herzschlag, das mit jedem Rhythmus unendliche Welten sich verströmen lässt. Grenzenlose Schöpfung in der Ekstase der Gottheit, getanzt vom göttlichen Meistertänzer. Jeder Meisterschritt enthüllte eine neue Welt, die nur darauf wartete, erkannt und geliebt zu werden, im Tanz der Gottheit vor den Spiegeln des Absoluten. Und all das soll nun aufgehalten werden, in seiner Größe verborgen bleiben. Lasst uns fühlen: Jeder „Zauber“ ist ein Atemhauch des Göttlichen aus dem unergründlichen Ruhepunkt seines Schöpfungskelches, der nur noch von der Magie alles berührender Harmonien in der unendlichen Poesie eines jeden Herzens wie ein zarter Handkuss übermittelt werden kann, angetragen durch den „göttlichen Laufburschen“. Wessen Herz kann das noch ertragen? Ist nicht das der Stoff, aus dem die Welt des Menschen – in einem Gegenzauber geschaffen – neu geboren werden soll? (I / 3,4,5 ) Was immer uns verführerisch berührt, stets ist es der gleiche Geist, der, sich uns anbiedernd, sein Haupt ans Herz legt, nicht wissen wollend, wo echte Liebe Gottes in zärtlichster Magie uns königlich verwandeln möchte: ( I /19 ) Der alchemistische Zauber alles einschmelzender Melodien, die in immer größer werdender Radstruktur der Schöpfung aus den goldenen Fäden des Göttlichen Kunststickers sich darbietet, getragen von einem allgegenwärtigen Summen wie von Myriaden strahlender Schmetterlinge, Vertreter der Psyche, Abgesandte des Namenlosen, transfigurierend, konfigurierend. Zauber und Magie: Wie entstehen sie? Warum verwandeln sie unsere Seelen so unentrinnbar? Warum ketten sie uns (I / 54) an den wunscherfüllenden Baum allen Lebens? Ist es nicht der unbezwingbare Hauch von Gottes wärmendem Atem, der Einlass sucht in unsere Herzen, um sie aufleuchten zu lassen in ekstatischer Freude einer vollkommen neuen Geburt, deren Wurzel im unaussprechlichen Licht der Gottheit verankert ist? Wie ein göttliches Lied der Liebe, das alles verwandelt, was es berührt. Das in einer Göttlichen Umarmung alles in EINS verschmelzen lässt? Und noch einmal: was ist dies für eine geheimnisvolle Strahlung, dieser Zauber, diese Magie? Woher kommen sie? Stehen sie nicht vollkommen außerhalb der Raum-Zeit-Ästhetik, unerreichbar von allem, was „unterhalb“ von ihnen ist. Bisher war alles eine Diskrepanz von Geist versus Materie. Goethe fand den wahren Schlüssel: man vermute nichts hinter den Dingen. Man suche nur nichts hinter den Phänomenen. Sie selbst sind die Lehre. Damit verliert die Spaltung zwischen Geist und Materie ihre lang genug behauptete Straße der Klischees. Die Worte selbst sind dieser Zauber und diese Kraft. Sie sind alchymische Nahrung für die Seele. Warum? Weil sie selbst jenseits von „Geist und Materie“ ins Leben getreten sind, weil sie selbst das Leben sind. Ist es nicht so, dass jeder Vater seine höchste Information per se weitergibt? Ist es nicht so, dass Licht nur Licht gebären kann, ohne dass man ihm etwas von „Wert“ aufoktroyieren könnte, weil es bereits das ist, was es ist? Deshalb der ständige, oft so missverstandene Aufruf, den Verstand, den großen Zerstörer zu zerstören. Aber warum erscheinen sie, die Worte, so unterschiedlich in ihrem Werte, je nachdem von wem sie gebraucht werden. Wenn ein Meistertänzer den Duft seiner Göttlichen Rose tanzt, und ein Tölpel in der gleichen Schrittfolge eben solches in Szene setzt, dann wird trotzdem sofort der Unterschied zu Tage treten. Aber was bringt eine Seele dazu, nach einem Wertesystem von inhärenten Reifegraden zu leben, eingedenk der Aussage „keine Perlen vor die Säue zu werfen“? Warum ist nicht jedes Wort in unseren Leben gleich wirksam und wertvoll? Haben Ego und Verstand im Verlauf unzähliger Involutionen in Tod bringende Umstände nicht alles verdunkelt und kristallisiert, bis hin zu absoluter Unbeweglichkeit, wie es bereits Dante in seiner Schöpfung der Göttlichen Komödie in seinem untersten Seelenring aufzeigt. Was macht das ganze nun so zauberhaft? Schöpferische Kraft, die von „oben“ nach „unten“ sich manifestiert, jenes Mysterium tremendum et fascinosum, das in jeder Verszeile sich versprüht, etwas, das den Boden noch nie zu spüren bekam, undefinierbar und unhaltbar wie eine Eisblume im Fenster, man berührt sie, voll verzaubert von ihrer Erscheinung. Aber sobald die Sonne in Erscheinung tritt… Nun, brauchen ein zu höchst Erwachter und ein tumber, schlafender Thor nicht die gleichen Worte? Und trotzdem ist das Wort des Erwachten unendlich lebendiger, das Wort, das von „oben“ nach „unten“ wirkt, wie bei der Taufe des Christus-Prinzips von Jesus und Johannes im Jordan: „Dies ist mein geliebter Sohn…!“ Der Verstand, der unglaublich geschickt sein kann, zieht durch seine Arbeit Schleier und Wolken und Vorhänge auf. Er sucht und meint, dass er löst und bindet, dabei ist es der gleiche Sauerteig, der alles verdirbt. Deshalb ermahnt die „Stimme der Stille“, gleich am Anfang mit der Forderung gut acht zu geben, da ansonsten der Fall ins „Untere“ eintritt, und alles wieder in der Schatulle von „Materie versus Geist“ bestimmt wird. Überhaupt wird ständig sanfter Druck auf das spirituelle Unterscheidungsvermögen ausgeübt, da die Gnostische Erkenntnisfähigkeit absoluten Vorrang genießt, der da lautet: du erfährst die Welt zu nächst einmal wie in einem Traum. Und das Verstandes-Ego ist so stolz darauf, den Anfang gefunden zu haben. Denn darauf kommt es nun wirklich an. Aber ist es wirklich der Verstand, der den Anfang macht? Ist es nicht vielmehr diese duftende Wärme des Herzens, die die Dimension der Zeit durchbricht und in der Seele einen Fix-Punkt erblickt hat, einen Eckstein, auf den zu bauen bis ins Innerste sich lohnt. Und damit ist die wunderbare Linie in ihrer unbezwingbaren Folgerichtigkeit unverrückbar vorgezeichnet. Wie die erste Berührung durch zärtlich-schmerzhaften Lichtstrahl ihren verzaubernden Anfang nahm, so wirkt die Magie Göttlicher Gestaltung in ihrer schöpferischen Ausformung auf des Schülers Herz, wohl wissend, dass jetzt ein neuer Prozess ohne Anwendung schmerzbetäubender Mittel vor uns liegt: Kein mit „Essig“ getränkter Schwamm auf einem Rohrstock. Willst Du aufwachen, dann musst Du durch das Enge Tor schreiten, was bedeutet, dass der Schüler alles sperrige und aufgeblähte Gepäck, nämlich das Seiende Ego, drangeben muss. Am besten kommt er als bereits ganz „Armer“, wie ein sauberes, entleertes Trink-Gefäß. Was zunächst Not tut, ist die unterscheidende Erkenntnis: All diese Manifestationen und Ereignisse sind wahrzunehmen wie in einem Traum oder gleich wie ein Traum. „Alles was geschieht, ist mein Traum, wo es nur noch mich und den Schöpfer gibt.“ Jener viel zitierte Spielplatz des Verstandes… Und da der Verstand die Technik der Verzauberung auf seine Weise beherrscht – oder sollte man besser sagen – missbraucht, wird es zunehmend schwieriger, sich dem zu entziehen. Es wird dann offensichtlich, dass ein „Weiterkommen“ nur dort möglich ist, wo „ich sterbe“. Buddha erlangte seine Erleuchtung unter dem Bodhi-Baum, im Christus-Bereich ist es das mathematische Kreuzpunkt-Ideal aller echten Weg-Systeme: Das Positive trifft auf das Negative und bringt das absolut dimensionslose Neutrale hervor, das somit keinerlei „Vegetations-Punkte“ für ein wie auch immer geartetes Ego darbietet. Und hier wird „Die Stimme der Stille“ wie der Hauch eines alles überziehenden, so subtil malerischen Morgennebels „geistig“-genial-aktiv. So, wie ein verzaubernder, sublim ätherischer Rosenduft unsere Herzen gefangen nimmt und nicht mehr loslässt, so beginnt die alles durchdringende, von keinem mentalen Werkzeug mehr aufzuhaltende Tragik-Komödie des Egos, das wie ein „Sterbender Schwan“ in immer engeren Kreisen seine Bahnen dem eigenen Tod entgegen zieht. Kraftgeladen wie sie sind, durch Manifestationsenergie von oben, mit dem spirituellen Wein des Meisters durchtränkt, werden die einzelnen Verse zu einem tödlichen Fallstrick für das Ego. Jede noch so anspruchsvolle Textanalyse wird dem Wirkungsgrad dieser Worte nicht gerecht. Eine feine Melodie Göttlicher Harmonien bringt die vermeintliche gläserne Trennwand zwischen „Geist“ und „Materie“ zum Kollabieren. Insofern ist die „Stimme der Stille“ ein ungeheures Paradoxon. Ist doch die Stille jener Bereich, der „außerhalb“ jeglicher Beeinflussung und willkürlicher Veränderbarkeit wie kurz vor einer Gewitterdetonation über Allem schwebt und in jeglicher Unvoraussagbarkeit allen Erwartungen den Boden unter den Füssen entzieht, einen geradezu beängstigend allgegenwärtigen, einen in nichts definierbaren, erschreckend leeren „Rosenduft“ des Geistes zurück lässt, mit aller Wucht hinweisend auf die sanft tragenden, stets allgegenwärtigen Flügel des GEISTES, vor denen das Ego in eben jenem MYSTERIUM TREMENDUM ET FASCINOSUM in tödlichem Schrecken zurück weicht, hat doch am Anfang alles in schierer Formbarkeit sich bestätigender, grandioser Selbstdarstellung begonnen. So die Arbeit des Verstandes unter seinem nahezu allgegenwärtigen „Minister“ Ego. Endlos sind die Kopien der Wahrheit, hervorgebracht, sich Zutritt zu verschaffen in endlos lautem Affengeschnatter. Seien sie auch laut wie die Detonationen eines Krieges, was ja hier uneingeschränkt so bezeichnet werden kann, die „STILLE“ bleibt geradezu jungfräulich unberührt davon. Möge der Donnerschlag der Geschütze auch noch so viel Aufhebens machen bei seiner „Suche“, das Gottes-Tor bleibt geschlossen. Und jeder Vers, losgeschickt als Botschafter „Väterlicher – Allliebe“ von oben, zeigt uns den wahren Stein der Weisen, dessen unzerstörbare Quintessenz sein wahres Zuhause im ewig lebendigen, unzerstörbaren Kelch des Heiligen GRALS im Herzen eines jeden echten Suchers hat. Dieser Göttliche Diamant, mit unzähligen, feinst geschliffenen Facetten, flammt in jenem zeitlosen Augenblick auf, wenn eine derartige Herzensreinheit erreicht wurde, die jenseits aller Vorstellungskraft IST. Geht nicht der Schüler einen Weg der seltsamsten Konzentration: von der Vielheit in die Einheit, von der Einheit in die Leere, von der Leere in die GOTTHEIT. Spätestens ab hier muss dem Verstand in allerschärfster Kompromisslosigkeit die Tür gewiesen werden: „Der Zerstörer muss zerstört werden.“ Auf einen weitaus irreführenderen Stolperstein weist unser „Vademecum“ des Schülers hin: Gebrauch zu machen von den niederen Okkulten Kräften, die auf dieser Ebene mit unerhört reizender Schwüle den Schüler zu umgarnen versuchen, ihn in kokonhaftem Spinnenpanzer auf seinem Weg endgültig zu süßem Fall zu bringen. Nur die unbewegte, durch nichts beeinflussbare „Stille“ mit der zarten Wucht eines Handkusses aus Göttlichen Sphären zeigen sowohl dem Zögerlichen wie dem vorbei galoppierenden die Richtung seines ehrlichen Bestrebens. Die Herzensanlagen der Schülerseele werden durch GOTTES Liebe und unbeeinflussbare Gnadenakte zum Erblühen gebracht, immer eingedenk der Tatsache, dass der Schüler nichts für sich allein auf diesem Weg erreichen kann. Endloses Mitgefühl mit dem Kleinsten, das sich ebenso vom Rad des Leidens lösen möchte, wie die Bodhisattva-Diamanten, die zu Beginn der Reise sich jedoch in unendlichem Mut eingeschworen hatten, so lange noch irgendwo ein Lebewesen leiden muss, es zu erretten. Nochmal soll das strahlende, von innen heraus arbeitende, Gebirgsmassiv der Göttlichen Werte ins Rampenlicht gestellt werden. Das geradezu mit künstlerischem Einfallsreichtum ins Leben gerufene, von Arbeitssystemen sofort aufgenommene VATER-MUTTER-SEIN, lässt jeden der Verse Hebammen-Dienste ausführen – Gleichwohl wie bei Sokrates – mit unendlich feinen, den Versen entsprungenen spirituellen Werten, die mit feinstem Seelenfeuer alles einer alchemistischen Transfiguration unterwerfen. Der Weg in seiner Einfachheit und Größe ist ewig vorgezeichnet, ein stetes Fortschreiten von Wert zu Wert, dem Schüler ans Herz gelegt als Goldenes Ei der Schöpfung. Mit jedem Weiterschreiten bricht hervor aus der Glut des Goldenen Ei`s jener Phönix aus der Asche, jener ultimative „Meister-Wert“, der nichts neben sich gelten lässt als nur die Wahrheit allein, dieser Thron der Gottheit der Einheit des Absoluten, dieser Eckstein der STILLE! Abschließend sei es gesagt, dass die Verse per se semantisch-informativen Form-Charakter aufweisen, der in seiner präzisen, geschliffenen Einfachheit und seiner malerischen Fülle an Genialität nicht zu überbieten ist, ohne die haarfeine Gratwanderung „Materie-Geist“ wieder aufnehmen zu müssen.

Der höchste Wert drückt sich in wunderbaren Worten selbst aus:

„Sieh! Du bist das Licht geworden, Du bist der Ton geworden, Du bist Dein Meister und Dein Gott. Du SELBST bist das Ziel Deines Suchens: die immertönende STIMME, die durch Ewigkeiten widerhallt, befreit von Wandelbarkeit, von Sünde frei, die sieben Töne vereint zur STIMME DER STILLE. Om Tat Sat.

Foto: Pixabay

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