Bild: Die Kraft des Gemeinsamen
18. Januar 2022 von Frank Saß

Die Kraft des Gemeinsamen

Warum die Kraft des Gemeinsamen?
Sind wir nicht alle sehr unterschiedlich und gehen wir nicht alle sehr unterschiedliche
Wege?
Nun ist die Begegnung und Vernetzung unterschiedlicher wissenschaftlicher,
künstlerischer und spiritueller Menschen ist schon immer das Kernanliegen der
Stiftung Rosenkreuz gewesen.
Daher möchte ich ein paar eigene Gedanken dazu äußern, die bezugnehmen auf
etwas, das Rudolf Steiner in einem seiner Vorträge gesagt hat.
Er sprach davon, dass im 20. Jahrhundert die Wiederkunft Christi stattfindet.
Das bedeutet nicht, dass hier jemand rumläuft, der eine Reinkarnation von Jesus ist,
sondern Steiner meinte eine kosmisch geistige Wirksamkeit.
Das kosmisch Geistige will sich mit der Menschheit verbinden, um sie auf eine
ebenfalls kosmische Ebene des Bewusstseins zu erheben.
Dazu ist aber notwendig, das wir Menschen dafür die nötige Offenheit, eine
Sehnsucht, Resonanzfähigkeit, einen seelischen Magnetismus entwickeln,
damit sich dieses geistige Feld mit uns verbinden kann.

Nun gibt es andererseits Mächte in dieser Welt, die eine solche Entwicklung mit allen
Mitteln verhindern wollen, um die Macht und Herrschaft über die Menschen zu
behalten.
Der Materialismus ist ihr wesentliches Werkzeug.
Das Bewusstsein der Menschen soll völlig auf die Materie fixiert werden, auf die
Außenwelt.
Durch Konsum, Technologie, Wohlstand, aber auch durch Angst, Krisen, Kriege wird
der Mensch beschäftigt gehalten, damit er nicht zur Besinnung kommt.
Rudolf Steiner spricht davon, dass die Gefahr besteht, dass die Wiederkunft Christi
von der Menschheit völlig unbemerkt geschieht, dass sie an den Menschen
vorbeigeht, ohne etwas zu bewirken, weil wir unempfänglich dafür sind.
Und das ist der perfide Plan der Mächte dieser Welt, die mit dem „teile und herrsche“
Zwietracht sähen und die Menschen gegen einander aufhetzen.
Wir erleben das zur Zeit sehr krass.

Und hier wird nun die Bedeutung und Wichtigkeit der „Kraft des Gemeinsamen“
deutlich: denn darin liegt die Gegenbewegung.
Wo wir uns jenseits aller persönlichen und auch spirituellen Unterschiede auf einer
Seeleneben begegnen und uns als Strebende nach einer Verbindung mit dem
göttlich Geistigen erkennen, da machen wir eine Kraft frei, da erschaffen wir die
Resonanz zu diesen geistigen Feld.
„Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, da bin ich mitten unter ihnen.“
Und noch einmal Rudolf Steiner: Er hat gesagt, die Religion der Zukunft besteht in
der Begegnung von Mensch zu Mensch.
Daher ist es wichtig, uns auf Veranstaltungen zu begegnen, wo wir die Möglichkeit,
haben, die Kraft des Gemeinsamen frei zu machen, zum Wohle und zur Erhebung
aller Menschen.

Foto: LR

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