Bild: Der Morgen- und Abendstern oder die Treue der Planeten
26. Oktober 2021 von Cornelia Vierkant

Der Morgen- und Abendstern oder die Treue der Planeten

Abends, wenn ich im Bett liege, funkelt mir ein Stern durch das Fenster entgegen. Jeden Abend kann ich ihn sehen, wenn die Dunkelheit hereinbricht. Aber nicht nur abends funkelt der Stern, denn auch gegen Morgen, wenn es noch dunkel ist, zeigt sich der- selbe Stern, jetzt Morgenstern genannt, ebenfalls.
Man nennt ihn auch Wandelstern, weil es sich um einen erkalteten Himmelskörper handelt, der die Sonne umkreist und von ihr Licht erhält.
Ich weiß nicht mehr, wer mir früher als Kind schon vom Morgen- und Abendstern erzählte.
Dieser Stern wird, wie ich hörte auch Venus genannt.
Aber dieser Stern, das hellste, sternartige Objekt am Firmament, hat auch eine tragende Rolle in der Mythologie und der Astrologie gespielt.
Im alten Ägypten verband man diesen Wandelstern gedanklich mit der Göttin Isis, so wie sich auch Kleopatra mit dem Namen dieser Göttin zeitweise nannte.
Im antiken Griechenland bezog sich dieser Planet auf die Göttin Aphrodite.
In der germanischen Mythologie verbindet man die Venus mit der Göttin Freya.
In der christlichen Überlieferung ist der Morgenstern ein Symbol für den herannahenden Gottessohn und dessen lichtvolle Erscheinung in der Nacht der Welt.
Gibt es einen Grund, sich für die Treue der Planeten nicht zu bedanken? Denn gerade in belastenden Zeiten stehen die Planeten dem Menschen in ihrer unwandelbaren Treue zur Seite, auch mit ihrer unausgesprochenen Botschaft.

Foto: Bruno auf Pixabay

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