Aufrüttelnde Texte

Blick in die Ewigkeit

Neulich habe ich ein Buch gelesen, das mich sehr berührt hat.
Der Titel lautet: Blick in die Ewigkeit und ist von dem amerikanischen Neurochirurgen Eben Alexander.
Dabei bin ich auf folgende Textpassage gestoßen:

Ich fand allmählich heraus,
dass man in den höheren Welten nur in der Lage sein musste,
etwas zu kennen und daran zu denken,
um sich dorthin zu bewegen.
Wenn ich an die kreisende Melodie dachte, erklang sie,
und wenn ich mich nach den höheren Welten sehnte,
gelangte ich dorthin.
Je vertrauter mir die höhere Welt wurde,
desto leichter fiel es mir,
dorthin zurückzukehren.
In der Zeit, als ich mich außerhalb meines Körpers befand,
gelang es mir beliebig oft,
mich aus der schlammigen Dunkelheit
des Reiches der Regenwurmperspektive (Unterwelt)
zur grünen Herrlichkeit des Übergangsbereichs
und in die schwarze, aber heilige Dunkelheit
des Zentrums zu bewegen – und wieder zurück.
Wie oft, kann ich nicht genau sagen,
weil sich die Zeit, wie sie dort war,
nicht in unser Verständnis von Zeit
hier auf der Erde übertragen lässt.
Aber jedes Mal, wenn ich das Zentrum erreichte,
tauchte ich noch tiefer ein als zuvor
und erfuhr noch mehr auf diese
jeder verbalen Kommunikation überlegene Weise,
in der in den Welten über der unseren
alle Dinge vermittelt werden.
Das heißt nicht, dass ich so etwas
wie das gesamte Universum gesehen habe,
weder auf meiner ursprünglichen Reise
aus der Regenwurmperspektive (Unterwelt) nach oben zum Zentrum
noch auf den darauf folgenden Reisen.
In der Tat bestand eine der Wahrheiten,
die mir jedes Mal wenn ich zum Zentrum zurückkehrte,
verdeutlicht wurde, in der Unmöglichkeit,
alles, was existiert, zu verstehen –
weder seine körperliche/sichtbare Seite noch seine
(viel, viel größere) spirituelle/unsichtbare Seite,
ganz zu schweigen von den zahllosen anderen Universen,
die existieren oder je existiert haben.
Aber nichts davon spielte eine Rolle,
weil ich eine Sache – die einzige Sache,
auf die es in letzter Konsequenz wirklich ankommt –
bereits begriffen hatte.
Ich hatte dieses Stück Wissen gleich anfangs bei meinem
ersten Eintreten in den Übergangsbereich
von meiner wunderbaren Begleiterin
auf dem Schmetterlingsflügel bekommen.
Es kam in drei Teilen, die sich, wie gesagt,
in Worte übersetzt etwa so anhören würden:
Du wirst geliebt und geschätzt.
Du hast nichts zu befürchten
Du kannst nichts falsch machen.
Wenn ich die gesamte Botschaft in einem Satz zusammenfassen müsste, würde er lauten:
Du wirst geliebt.
Und wenn ich ihn auf ein einziges Wort reduzieren müsste, hieße es einfach:
Liebe.

Auszug aus dem Buch:
Blick in die Ewigkeit
Die faszinierende Nahtoderfahrung eines Neurochirurgen
von Dr. med. Eben Alexander
erschienen im Ansata Verlag

Bild: Der Flug zum Himmel von Hieronymus Bosch
Kommentare

Ihr Kommentar