Vortrag

Selbstheilende und selbstschöpferische Kräfte des Bewusstseins

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Vortrag von Dr. Dagmar Maria Uecker

Zur Bedeutung der Quantenphysik

Das Bewusstsein ist die
Grundlage jeder Schöpfung
Veden

In den Veden, der ältesten Weisheitsschrift der Menschheit, wird bereits von der Schöpfung durch Gedankenkraft gesprochen. Wir finden dort auch den Kernsatz: Materie ist in Wirklichkeit gebundene Energie, sie ist ihr „Schatten”. In der vedischen Schöpfungsgeschichte wird von einem siebenfachen, hierarchisch aufgebauten Universum gesprochen. Die einzelnen Dimensionen unterscheiden sich durch ihren Dichtegrad. In der höchsten Sphäre manifestierte sich aus dem schöpfenden Geist Vishnus das erste Abbild der spirituellen Realität, der göttlichen Schöpfungsordnung. Vishnu befähigte Brahma, diese spirituelle Welt in einer Offenbarung zu sehen und beauftragte ihn, das Universum zu erschaffen. Wenn er die einzelnen Existenzebenen nun mit Schöpfungen füllt, dann schafft er jeweils „Kopien” der spirituellen Wirklichkeit der höchsten Sphäre. Er kopiert sie in immer dichtere Strata hinunter und bei jeder niedrigeren Dimension gibt es einen Qualitätsverlust durch die größere Dichte.
Je niedriger die Sphäre, desto begrenzter wird die Bewusstseinsstufe der Lebewesen, was sich auch in den Erscheinungsformen äußert, die materiell immer dichter werden.

Diese Schöpfungsgeschichte öffnet unser Verständnis für die innere Einheit, die alle Wesen und Dinge trotz ihrer vielfältigen und unterschiedlichen Erscheinungsformen verbindet. Und sie weist uns auf die Handschrift des Schöpfers hin, die sich in Geist und Materie gleichermaßen offenbart. Deshalb können wir mit großem Staunen wahrnehmen, wie die Abbilder unseres Bewusstseins denen der physikalischen Phänomene in unserem Universum gleichen.

Gehen wir also auf die spannende Entdeckungsreise, um die Analogien zwischen Geist und Materie für uns zu erschließen. Dabei werden wir auch die Erfahrung machen, dass Wissenschaft und Spiritualität sich zu einer Einheit ergänzen. Den lebenden Beweis hierfür liefern uns viele Forscher aus der neuen Physik.

„Wer von der Quantenphysik nicht schockiert ist,
der hat sie nicht verstanden.”

Niels Bohr

Die Wunder der Quantenwelt

Die Quantenphysik hat viele heiligen Häuser der klassischen Physik einstürzen lassen, hat aber zugleich die Brücke zur Metaphysik geschlagen. In dieser Hinsicht trägt sie heute oft den Namen „Quantenphilosophie”.

Wenn wir uns die bedeutenden Physiker des 20. Jahrhunderts vor Augen führen, die bahnbrechende wissenschaftliche Entdeckungen gemacht haben, finden wir in ihnen Menschen mit einer hohen Ethik und einer Offenheit für den weltschöpferischen Geist.
Der Nobelpreisträger Max Planck (1858 -1947) schloss im Mai 1937 einen Vortrag unter dem Thema: „Religion und Naturwissenschaft” mit folgenden Worten: „Es ist der stetig fortgesetzte, nie erlahmende Kampf gegen Skeptizismus und gegen Dogmatismus, gegen Unglauben und gegen Aberglauben, den Religion und Naturwissenschaft gemeinsam führen und das richtungweisende Losungswort in diesem Kampf lautet von jeher und in alle Zukunft:
Hin zu Gott!”

Die theoretische Physik vor dem 20. Jahrhundert war areligiös, gottlos, empiristisch und geprägt durch ein mechanistisches Kausalitätsgesetz, wonach jedes Geschehen eine materiell erfahrbare Ursache hat. Die Quantenphysik mit ihren rätselhaften Phänomenen weist demgegenüber auf eine Seinswirklichkeit hin, die jenseits von Zeit, Raum und Polarität existiert. Es ist eine von der polaren Welt unabhängige Wirklichkeit. Die Bausteine des Weltalls und allen Lebens liegen aus der Sicht der Quantenphysik nicht wahllos nebeneinander, sondern sind nach einem sinnvollen Plan synchronisiert, vernetzt und zu einem Ganzen zusammen gefügt. In allen Vorgängen der Natur herrscht eine universelle und bis zu einem gewissen Grad erkennbare Gesetzlichkeit.

Ein schönes Beispiel ist das Gesetz der „Erhaltung der Energie”, das sowohl in der Sicht der klassischen Physik als auch der der Quantenphysik seine Geltung hat.
Auch im sog. „Prinzip der kleinsten Wirkung” ist die lenkende und zielgerichtete Weisheit einer höchsten Intelligenz erkennbar. Ein Lichtstrahl von einem fernen Stern wird auf seinem Weg immer wieder gebrochen, abgelenkt und weist komplizierte Krümmungen auf. Die Photonen des Lichtstrahls wählen aber in jeder Situation den Weg aus, der sie am schnellsten zum Ziel führt.

Noch eine weitere physikalische Konstante mag uns die lenkende Weisheit einer geistigen Instanz vor Augen führen: Es ist das Gesetz des Planck’schen Wirkungsquants. Es beweist, dass sich alle Naturereignisse auf sprunghafte Vorgänge im Bereich der Elementarteilchen zurückführen lassen. Max Planck fand in seinem forschenden und gestaltenden Lebenswerk die Bestätigung, dass die Natur von einer allmächtigen Vernunft beherrscht und gesteuert wird. Von einer Vernunft, die sowohl wirkungs- als auch zweck-orientiert ist und unabhängig von einer denkenden Menschheit existiert.

Die von Darwin aufgestellte Evolutionstheorie, die völlig ohne Schöpfer auskommt, müsste man eigentlich spätestens seit 1920 als widerlegt ansehen, nachdem Bruno Vollmert die makromolekulare DNS, das „Molekül des Lebens” entdeckt hatte. Denn Quantenphysik und die unzählbaren Varianten von DNS Ketten, die das Leben ausformen, deuten auf eine mächtige Intelligenz hin.

Die Vervollkommnung der Arten und vor allem die Entwicklung des Menschen können in entscheidenden Punkten nicht durch Selektionsdruck und Zuchtauswahl erklärt werden. Vielmehr finden Quantensprünge statt auf der Basis lenkender Gesetze,
die hinter unserer sichtbaren Welt stehen.

Aus der Alchemie lernen wir, dass die Kraft zur Vervollkommnung prinzipiell in allen Naturreichen angelegt ist. Aber es bedarf – so heißt es weiter – eines bewussten Ich, um die Prozesse zu vollenden. Ein sich auf die göttliche Sinngebung abstimmendes Bewusstsein ist dazu berufen, die begonnene Schöpfung zu vollenden.
Empirismus und Idealismus
Es gibt für unser Denken, Planen, Handeln und Forschen Grundprinzipien. Dabei wird ein Dualismus offenbar: Wir kennen zum einen das Prinzip des Empirismus, für den sich Erkenntnis nur auf Beobachtung und Experiment stützt. Er untersucht die zeitlichen, die vergänglichen Erscheinungen. Zum anderen kennen wir den Idealismus, der sich mit dem Geistigen und Ewigen und dessen gestaltenden Kräften auseinandersetzt. Die Quantenphysik führt dazu, dass sich die beiden Prinzipien berühren und ergänzen. Eine quantenphilosophische Aussage lautet: „Alles Entstehen, alles Geschehen resultiert aus dem Informationsfluss des Geistes.”

Der größte Teil des Atoms besteht bekanntlich aus leerem Raum. Würde man die Leere aus den Atomen einer Titanic herausnehmen, dann reduzierte sich die Masse des Riesenschiffes auf die Größe einer Fingerkuppe. Natürlich ist ein solches Experiment nicht durchführbar. Gewaltige Kräfte wirken zwischen den Elementalteilchen und halten sie instand. Auch das lässt uns die Handschrift eines Schöpfers ahnen, der die ständigen Bewegungen im makrokosmischen und mikrokosmischen Universum lenkt.

Albert Einstein (1879 – 1955), der ursprünglich Empiriker war, erhielt seinen Nobelpreis 1921 nicht für seine Relativitätstheorien, sondern für seine Beiträge zur Quantenphysik. Die Erkenntnis, dass es bei der Beschreibung physikalischer Vorgänge viel mehr auf den leeren Raum, das Feld zwischen den Ladungen und Partikeln ankommt und die entdeckte Dualität von Welle und Teilchen beunruhigten ihn, passten sie doch nicht in die deterministischen Vorstellungen der klassischen Physik. Akausale Wirkungen wollte er nicht zulassen, deshalb sein berühmter Satz: „Gott würfelt nicht.”
Das Universum als Welt des Lichts
Sir James Jeans (1877 – 1946) war Astrophysiker und beschrieb den Trend der heutigen Physik, die gesamte Materie in Wellen aufzulösen.
Es gibt zwei Arten von Wellen im Universum:

1. gebundene Wellen, die wir Materie nennen und
2. ungebundene Wellen, die wir als Strahlung oder Licht bezeichnen.

Wird Materie vernichtet, so werden die gebundenen Wellen frei.

Das Wellen Konzept von James Jean reduziert das gesamte Weltall auf eine Welt des Lichtes: potenziell oder existierend, so dass die Schöpfungsgeschichte in fünf Worten erzählt werden kann: „Gott sprach: es werde Licht!”

Wir kommen noch einmal auf die schwer begreifliche Dualität von Welle und Teilchen zurück, die zugleich eine Dualität von Aktualität und Potentialität bedeutet und dadurch zwei ineinander fließende Welten schafft. Die Aktualität der Teilchen erzeugt unsere gewohnte Raum-Zeit-Welt. Die Potentialität der Wellen bildet ein nicht messbares, unendlich ausgedehntes, schwingendes Wahrscheinlichkeitsfeld, das aber unmittelbar aktuelle Wirklichkeit erzeugen kann. Und jetzt das Faszinierende: Beim Übergang in die Aktualität gibt es in der Potentialität eine Information, ein Wissen, das die Eigenschaften und das Verhalten der Teilchen bewirkt. Es ist das Geistige, das die Form schafft! Aber, und das ist auch wesentlich: Die so genannten „Übergangswahrscheinlichkeiten” werden auch von der Umgebung beeinflusst.
Die Potentialität hat einen ganzheitlichen Aspekt, denn die Elementarteilchen reagieren nicht lokal, nicht auf einen bestimmten Ort begrenzt, sondern sie reagieren global. Die Informationen sind überall gleichzeitig vorhanden und wirksam.
Wenn ein Elementarteilchen im Universum eine Anregung erfährt, wird es im selben Moment im ganzen Universum gewusst. Zugleich aber bleibt in Folge der unterschiedlichen Umgebung ein Raum für Spontaneität.
Das menschliche Gehirn arbeitet „quantisch”
Auch unser Bewusstsein ist charakterisiert durch Ganzheitlichkeit. Es ist nicht in Einzelaspekte teilbar. Es wird durch Information angeregt und verfügt über Spontaneität, hat eine gewisse Freiheit. Es vermag aus der Potentialität Gedanken hervor zu bringen.
Unser Bewusstsein ist nicht lokalisierbar. Es hat keinen speziellen Ort im Körper.

Dazu sind Untersuchungen des Hirnforschers John Eccles (1903 – 1997) interessant, der nachweisen konnte, dass unser Gehirn „quantisch” arbeitet, d. h. mit Wahrscheinlichkeiten. Der bewusste Wille kann diese Wahrscheinlichkeiten manipulieren und somit Gehirnprozesse steuern. Wir haben also als bewusste Menschen immer noch die Möglichkeit der freien Willensentscheidung inmitten automatisierter Denk- und Handlungsabläufe.

Für den Physiker von Heisenberg sind Quantenobjekte eine Möglichkeit, eine Tendenz zum Sein. So kann man zu der Schlussfolgerung gelangen, dass Kosmos, Biosphäre und Gehirn entstanden sind durch Begünstigungen von geistigen Wirkkräften, die in der Materie als Ordnungsprinzipien und im Menschen als immaterielles Selbst-Bewusstsein erkennbar sind. So hat auch unser Ich-Bewusstsein Teil an einem universellen Bewusstsein in der Potentialität des Meeres aller Möglichkeiten.
Höhere Dimensionen – Das Wunder des Quantensprungs
Naturphänomene kleinster Bauart lassen sich überhaupt nicht in den Raum-Zeit-Rahmen stellen. Sie lassen sich nur darstellen, wenn man das Raum-Zeit-Kontinuum verlässt. So folgert Jeans, dass der Lauf der Ereignisse innerhalb des Kontinuums von Vorgängen in Seinsdimensionen gesteuert wird, die außerhalb unserer Raum-Zeit existieren, und unser Erklärungsnotstand für Ereignisse durch unsere Unfähigkeit entsteht, in diesen anderen Dimensionen Erkenntnisse zu gewinnen.

So kann das begrenzte materiell ausgerichtete Bewusstsein auch das „Wunder” des Quantensprungs (ein Elektron wechselt seine Umlaufbahn und sendet ein Photon = Licht aus) nur als solches feststellen, aber nicht begreifen, denn dieses Geschehen ist nichtkausal, also ohne erkennbare Ursache. Es gibt keine Berührungskraft als Wirkursache.

Wie die Schatten einer Mauer unsere dreidimensionale Wirklichkeit auf nur zwei Dimensionen reduzieren, so sind die Phänomene des vierdimensionalen Raum-Zeit-Kontinuums Vorgänge, die bei uns, in Zeit und Raum, nichts anderes als flüchtige Bilder eines gespensterhaften Schattenzuges sind.

Diese Aussage erinnert an das Höhlengleichnis von Platon: In einer unterirdischen Höhle sitzen gefesselte Menschen, die nur auf eine Wand blicken können, die dem Eingang zur Höhle gegenüber liegt. Im Eingang der Höhle brennt ein Feuer.
Zwischen dem Feuer und den Gefesselten werden allerlei Gegenstände und Formen vorübergetragen, deren Schatten die Gefesselten auf der Wand beobachten können.
Für Platon sind wir Menschen die Gefesselten, die die Wirklichkeit nur als Schattenbild wahrnehmen. Wir sind jedoch dazu berufen, unsere Fesseln abzunehmen und die Höhle zu verlassen. Dann werden wir die Dimensionen der realen Wirklichkeit ergründen und damit einen Quantensprung im Bewusstsein erleben.

Unsere Sinnesorgane und unser dreidimensionales Bewusstsein reagieren nur auf Wahrnehmungen aus der Welt der Erscheinungen. Sie vermögen nicht, sich in die Ebene der verursachenden Ideen zu erheben.
Information, die Ursubstanz des Universums
Die Quantenphysik hat alte, festgemauerte Glaubenssätze über das Universum gründlich erschüttert und uns eine vollkommen neue Verständnisebene eröffnet mit ihrer Feststellung, dass Information die Ursubstanz des Universums ist.

Es gibt tatsächlich, wie die Experimentalphysik beweist, eine aktive Information, die ohne Sender und ohne Energiefluss in empfänglichen Systemen sichtbare Effekte erzeugt. Aktive Information ist demnach keine Berührungskraft, sondern eine Bedeutungskraft. Die Fähigkeit, auf die Bedeutung einer Information zu reagieren,
ist nicht Privileg eines Bewusstseins, sondern Informationen können als effektive Wirkursache auch an der Wurzel der materiellen Wirklichkeit nachgewiesen werden.
Die geistige Ebene, die Bewusstseinsebene, kann unmittelbar auf materielle Systeme einwirken.

Sicher kann man nicht den Planeten Mars aus seiner Bahn werfen mit willensgesteuertem menschlichen Bewusstsein. Aber man kann durchaus einwirken auf die Nahtstelle zwischen Potentialität und Aktualität, also auf die Übergänge von Wahrscheinlichkeiten zur Konkretisierung.

Information, so lernen wir aus der Quantenphilosophie, wird nur wirksam, wenn ein Bewusstsein sie versteht und deutet und sie damit zur Realität führt. Alle nicht in die Realität abgerufenen Informationsfelder existieren als Möglichkeiten – mathematisch beschreibbar als Wellenfunktionen – in einem kohärenten Energiefeld, bereit, irgendwann konkretisiert zu werden.

Wir sind durch unser Bewusstsein Mitverursacher von konkreten Ereignisketten.
Indem wir unsere schöpferischen Potentiale erkennen, müssen wir uns zugleich unserer Verantwortung bewusst werden. Sind unsere Bewusstseinsimpulse aus dem „Schattenreich” der materiellen Antriebe nach Macht, Gier und Selbstliebe geboren, dann werden wir mit den Ergebnissen unserer Saat rechnen müssen. Diese wird sich nicht nur allgegenwärtig in den potenziellen Informationsfeldern niederschlagen, sondern auch auf der sichtbaren Ebene in den chaotischen Konflikten der menschlichen Gesellschaft.

So können wir auf ganz neue Weise einen Blick auf die Ursachen für die augenblickliche Realität unseres Planeten und seiner Bewohner werfen. Unsere Hilfeschreie nach einem gerechten und liebenden Schöpfer werden erfolglos bleiben. Denn wir allein sind für die Zustände verantwortlich, unter denen wir leiden. Mit der Qualität unserer Bewusstseinsantriebe schaffen wir Kausalketten, die sich auf der materiellen Ebene konkretisieren.

Buddha zeigt das Gesetz selbst geschaffener Ursachen, wenn er von Karma spricht. Er lehrt die Menschen: „Die Absicht gebiert Karma”. In der Absicht wirkt eine aktive Information. So wird der Mensch zum alleinigen Urheber seines Karmas.
Aus dem christlichen Evangelium lernen wir: „An den Früchten werdet ihr sie erkennen.” Es ist vor allem diese Schlussfolgerung aus den Forschungsergebnissen der Quantenphysik, dass wir die alleinigen Schöpfer unserer Umstände sind, und zwar individuell und kollektiv, die uns bis ins Mark erschüttern kann, wie Niels Bohr es beschreibt. Jedoch kann diese nüchterne und schmerzhafte Selbsterkenntnis zum Beginn eines Transformationserlebnisses werden. Denn sie öffnet uns das Tor zur Erkenntnis der realen Wirklichkeit der Welt und ermöglicht die Weichenstellung für
neue Denk- und Handlungsmuster.

In all diesen Analogien zwischen der geistigen und der materiellen Welt wird deutlich, dass die erfahrbare Wirklichkeit nicht an das Nichts grenzt, sondern ins Metaphysische übergeht. Die metaphysische Wirklichkeit existiert neben der physischen Wirklichkeit und durchdringt sie.

Es ist in diesem Zusammenhang auch wesentlich, dass die Potentialität energiefrei auch auf materielle Hirnprozesse einwirken kann. Hier haben wir die Brücke zum Verständnis für die Intuition. Sie ist eine Eingebung geistiger Art, bei der eine Information ohne stoffliche oder energetische Träger übermittelt wird.

Gemäß der Quantenphysik können wir sagen, dass in der Potentialität ein ganzheitliches Ordnungsprinzip existiert, ein Urmeer potentieller Möglichkeiten, das von einem schöpferischen Logos, wie er im Johannesevangelium beschrieben wird,
geprägt und zur Offenbarung gedrängt wird. An diesem schöpferischen Logos muss und kann sich die Ethik des menschlichen Bewusstseins orientieren.

Sokrates meint in diesem Zusammenhang eindrücklich: „In Harmonie mit dem Wesen der Dinge zu leben, ist Voraussetzung für ein tugendhaftes Leben.” Teilhard de Chardin, Ken Wilber und Jean Gebser sehen im geistigen Quantensprung, hin zu einem „integralen Bewusstsein”, das Glauben und Wissen eint, den zukünftigen Entwicklungsschritt für den Menschen.

Dann erreichen die Prozesse von „Involution” (die ganzheitliche Potentialität verliert sich in der Vielfalt der getrennten Dinge) und „Evolution” (das universelle Bewusstsein durchdringt die Getrenntheit und führt sie zur Einheit zurück) ein Ende, ein Ziel, das Teilhard de Chardin den Punkt Omega genannt hat.

Der Nobelpreisträger Max Born (1882 – 1954), Lehrstuhlinhaber für Naturphilosophie in Edinburg, studierte das „rastlose Weltall”, in dem er den Tanz der Atome, Elektronen und Atomkerne beobachtete und trotz der Wildheit der Bewegungsfiguren doch Gottes ewige Gesetze wahrnahm. Mechanistisch-deterministische Vorstellungen haben, so sagt er, in diesem Weltall keinen Raum. (Er war ein Freund Einsteins, obwohl beide als Wissenschaftler Antipoden waren).

Wir denken bei diesen Beschreibungen an die mythologische Erzählung vom Tanz Shivas, der durch Auflösung des Alten eine Neuwerdung herbeiführt und sich dabei vorwärts und rückwärts durch die Zeit bewegt.
Von Heisenberg als Platoniker
Die enge Zusammenarbeit von Niels Bohr (1855 – 1962) und Werner von Heisenberg (1901 – 1976), beide Nobelpreisträger, erschütterten die Grundfesten der mechanistischen Physik Newtons. Sie wiesen nach, dass es keine kontinuierlichen, sondern sprunghafte Entwicklungen gibt und widerlegten den Grundsatz, dass durch die Naturgesetze alles im Voraus festgelegt, determiniert ist.

Niels Bohr findet im „Sowohl – als Auch”, wie wir es bei der Welle-Teilchen-Dualität erleben, eine Ergänzung der Gegensätze und von Heisenberg lässt durch die Unschärferelation erkennen, dass es keine Determination gibt. Beide Entdeckungen flossen in das Gesamtheitskonzept der „Kopenhagener Deutung” ein.

Hatte nicht Platon schon erkannt, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile? Werner von Heisenberg suchte nach den Prinzipien, den Urbildern hinter den Erscheinungen ganz im platonischen Sinn. So verglich er die Elementarteilchen mit den regulären Körpern Platons und in der Nukleinsäure, dem Baustein des Lebens, sah er die stoffliche Analogie für das Urbild des Lebens. Die Urbilder sind die Repräsentanten der zentralen Ordnung und bestimmen alles weitere Geschehen.

Seiner Unschärferelation, die durch die Welle-Teilchen-Dualität und deren Unbestimmtheiten entstand, begegnen wir – abgewandelt – fortwährend auf unserer täglichen Erfahrungsebene. Sichtweisen, Planungen, Gedankenkonzeptionen unterliegen Unschärfen und sind nicht eindeutig. Wir machen unsere Rechnungen, wie der Volksmund sagt, „ohne den Wirt”. Von Heisenbergs Postulat lautete: Gott ist Geist. Er steht hinter der unmittelbar sichtbaren Welt.

Wir leben in einer Zeit, in der wir mit Faszination und zugleich Ehrfurcht erleben, als wie großartig sich die Schöpfung Gottes durch die Entdeckungen der Wissenschaft erweist. Der Idealismus zeigt sich in der Geistesgeschichte in drei Arten:

Nach altchinesischer, aber auch altindischer Auffassung lag der Wert des Menschen darin, dass es ihm gegeben war, im Allgeist aufzugehen.

Die Griechen dagegen sprachen dem menschlichen Geist die bewusste Schau, ja die Weiterbildung der göttlichen Ideen zu, also ein kohärentes schöpferisches Bewusstsein.

Das Christentum legt – jedenfalls in den Strömungen der inneren Wege – das Göttliche unmittelbar in den Menschen hinein. Gott ist Mensch geworden, um das Göttliche im Menschen zur offenbaren und zu befreien: Damit geht die Forderung der Wiedergeburt und Selbstverwandlung einher, die in der Verklärung durch den Geist gipfelt.
Die Heimat des menschlichen Geistes in der göttlichen Schöpfung
Der Hirnforscher und Nobelpreisträger Sir John Eccles verankert die Heimat des menschlichen Geistes ebenfalls in einer göttlichen Schöpfung, wenn er meint: „Es ist die Gewissheit des inneren Kerns einer einzigartigen Individualität, die keine andere Lösung als die göttliche Schöpfung zulässt. Die menschliche Seele existiert unabhängig vom Körper, auch nach dessen Tod.”

Wir menschlichen Ichs können einen verwandelnden Glauben bekommen an den Sinn und die Bedeutung des Abenteuers „Leben”. Wir verfügen über wunderbare Organe für unser Gedächtnis, unsere Freude und Kreativität und unsere Zuneigung zu anderen Wesen. Eccles und Popper gehen davon aus, dass die Informationen, die dem Gehirn Denken und Gefühl vermitteln, Geist sind. Sie wirken mit Hilfe unseres Bewusstseins, werden von ihm ganzheitlich aufgenommen.

Das heißt also, dass die Initiative zu unseren kognitiven Leistungen wie Denken, Urteilen, Erwägen, Lernen, Glauben, Hoffen, Assoziieren, Sich vorstellen, Vergleichen unserem Bewusstsein entspringt und nicht unserem Gehirn. Im Mittelpunkt allen Geschehens steht für diese Wissenschaftler unser Bewusstsein, unsere Seele, unsere Ewigkeit.
Paulus bekennt in diesem Sinne: „Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin.”
Kohärenz als Matrix der All-Einheit
Renato Debecco, Nobelpreisträger, studierte den äußerst rationellen Aufbau eines Lebewesens und die mathematische Präzision bei der Kooperation der einzelnen Zellen, die aus materieller Sicht unerklärbar bleibt. In der Physik kennen wir als Erklärung für das unsichtbare Band, durch das ein präzises Zusammenwirken unter einer gemeinsamen Zielsetzung garantiert wird, den Begriff der Kohärenz.
Einstimmigkeit und gemeinsame Zielsetzung, so kann man diesen Begriff auf der Bewusstseinsebene definieren. Der Sinnzusammenhalt in einem kohärenten Feld ist eine Grundvoraussetzung auch für biologisches Leben.

Schrödinger bezeichnete funktionstüchtige biologische Zellverbände oder Wesenheiten als kohärente Systeme. Popp hat anhand seiner Biophotonenstudien nachgewiesen, dass in einem Zellverband nur Gesellschaftsfähigkeit und gesundes kommunikatives Gleichgewicht bestehen, wenn alle Zellen in einem kohärenten Feld vereint sind. Im Krebsgewebe zum Beispiel ist die Kohärenz verloren gegangen. Es findet keine Kommunikation zwischen den Zellen statt und sie verhalten sich terroristisch und destruktiv, ohne Sinnzusammenhalt.

Kohärenz (auf physikalischer Ebene elektromagnetische Wellen in phasengetreuer Überlagerung) ist die ideale Voraussetzung für Informationsübertragung. Immerhin finden pro Sekunde 100.000 Reaktionen in einer Zelle statt, die nur durch kohärente Felder in allen Zellgemeinschaften gleichzeitig geordnet ablaufen können. Das Licht der Sonne wird über Quantenkohärenz ökonomisch in der Pflanzenzelle für die photosynthetischen Vorgänge genutzt. Kohärenz ermöglicht höhere Informationstransporte auf der chemischen, physikalischen, biologischen, psychischen, spirituellen und evolutionären Entwicklungsspirale.

Diese physikalisch-biologischen Vorgänge lassen sich gleichnishaft heranziehen für zwischenmenschliches Verhalten, aber auch für die Übereinstimmung und gemeinsame Zielsetzung eines erwachten Bewusstseins mit den Ordnungsprinzipien der absoluten, der göttlichen Welt. In der Genesis können wir nachlesen, dass der Mensch auf der Paradiesebene, als er sich noch nicht aus der geistigen Kohärenz, dem Einssein mit dem Schöpfer, abgetrennt hatte, mit Gott sprach und dass Gott mit ihm sprach.

Solange wir durch unser vergängliches Ego konditioniert sind und in unseren Gedanken, Sinneseindrücken und Wünschen gefangen bleiben, sind wir nicht im Gleichklang, nicht in Kohärenz mit der göttlichen Schöpfungsordnung und müssen bestenfalls bekennen, zu wissen, dass wir nichts wissen.

Der Herr fragt Hiob:
„Wo warst du – als ich die Erde gegründet, ihre Maße gesetzt, die Messschnur über ihr gespannt, ihre Pfeiler eingesetzt und ihren Eckstein gelegt habe?”
(Hiob 38, 4-6)

Die Informationskodierung des Lebens bezeugt und bestätigt das Vorhandensein einer für den menschlichen Verstand unermesslichen, ewigen, allumfassenden Intelligenz.

Laotse nennt diese unnennbare geistige Welt das Tao. Das wahrnehmende Bewusstsein muss sich selbst transzendieren, um Anteil an der wahren Wirklichkeit zu erreichen. Unser derzeitiges Wahrnehmungsvermögen bedient sich dessen, was durch die Pforten der Sinnesorgane zu uns gelangt. Diese fischen aber aus dem Meer aller Möglichkeiten nur die Informationen, zu denen sie eine Resonanz haben, und das ist ein verschwindend geringer Teil. Der große Bereich der darüber hinausgehenden Wahrscheinlichkeitswellen wartet darauf, dass ein erweitertes deutungsfähiges Bewusstsein ihn irgendwann abruft. Dabei müssen wir lernen zu verstehen, dass die wahrgenommenen Gegensätze, die Trennung von Subjekt und Objekt, nicht das Wesen der Wirklichkeit widerspiegeln, sondern nur das Wesen des wahrnehmenden Geistes. Der Physiker Wheeler betont: „Nicht mein individuelles Bewusstsein schafft die Welt da draußen, sondern es kreiert eine Beschreibung der Welt”. Meine gefärbte Brille also gibt der Außenwelt ihre Form und Bedeutung. Es ist unser Bewusstsein, das die scheinbare Trennung von Subjekt und Objekt vollzieht. In der absoluten Wirklichkeit sind Schöpfer und Geschöpf eins.

Der französische Physiker Charon, der den Geist in der Materie erforschte, bezeugt aus Erfahrung, dass wir uns nach innen richten müssen, um in eine Kohärenz mit der Allgegenwärtigkeit der geistigen Matrix des Lichtes zu gelangen. Und er weist nachdrücklich darauf hin, dass unser freier Wille uns erlaubt, aus dem Kreislauf der eingeschliffenen Konditionierungen unserer Gedankenwelt und den im Gehirn eingeprägten Gedächtnismustern auszubrechen und neue Wege einzuschlagen.

Buddha hat uns dazu das Bild des Lebensrades gegeben, das ein Symbol für die ewigen Kreisläufe und Wiederholungen ist. Er sprach vom Rad von Geburt und Tod. Und er hat in seiner Lehre den Weg zur Aufhebung des Leidens frei gelegt, der zu einem Spiralengang geistigen Erwachens wird, zu einem Aufgehen in den „göttlichen Verweilungsstätten”.

Albert Einstein hat interessanterweise bekannt: „Wenn es irgend eine Religion gibt, die sich mit den Erfordernissen der modernen Wissenschaft vereinbaren lässt, dann ist es der Buddhismus.”
Der Weg zur Aufhebung der Gefangenschaft und des Leidens
Robert Burton formulierte 1626 die Erste Wahrheit des Buddha, dass das Leben Leiden ist, in dichterischen Worten: „Man mag eher das Gewicht vom Blei, die Hitze vom Feuer, die Feuchtigkeit vom Wasser oder den Glanz von der Sonne scheiden, als Not, Unerfülltsein, Kummer und Gefährdung vom Menschen.”

Um von der Bürde des Leidens loszukommen, müssen wir an unserem Bewusstsein arbeiten. Ein Zen-Patriarch gibt den Rat: „Sucht nicht die Wahrheit zu ergründen. Sucht vielmehr zu erkennen, wie ihr eure Meinungen und Ansichten bildet und wie ihr an ihnen festhaltet. Das Festhalten – Buddha spricht von der Anhaftung –
meint nicht in erster Linie unser Bedürfnis nach Besitz, unsere Leidenschaften, unsere Wünschen und Zielsetzungen, also kurz gesagt unseren Hunger nach diesem Leben, sondern vor allem das Anhaften an unserer Mentalität.

Wie wir aus der modernen Hirnforschung erfahren, ist die Hirnaktivität auf die Tätigkeit von Neuronen (Nervenzellen) zurückzuführen. Diese sind wie gesellige Bäume in einem Wald und befinden sich über Neurotransmitter (Botenstoffe) in einem ständigen Informationsaustausch über Sinneswahrnehmungen, Emotionen, das Erzeugen von Gedanken, das Sammeln von Erinnerungen und das Schaffen von Problemlösungen. Die Neuronen errichten feste Verbindungen miteinander, auf denen sie sich immer wieder die gleiche Art von Botschaften übermitteln. So entstehen mentale Automatismen.

Das führt zu gleich bleibenden Bewertungen von Emotionen, Gedanken, Begegnungen und Erfahrungen. So entstehen und festigen sich Vorurteile, werden Angstneurosen gezüchtet und Zwänge aufrecht erhalten. Unsere Bewusstseinsfreiheit verkümmert dabei. Diese Konditionierungen unserer Mentalität haben ursprünglich in der Evolution dem Schutz der eigenen Identität und dem physischen Überleben gedient. Sie bedeuten aber zugleich auch ein Gefängnis, dessen
Kerkermeister wir selbst sind.

Erfreulicherweise ist es heute in der neurologischen Forschung auch erwiesen, dass der Mensch die Fähigkeit besitzt, alte neuronale Verbindungen durch neue zu ersetzen. Man nennt das „neuronale Plastizität”. In der buddhistischen Nomenklatur wird dieses Phänomen „Geschmeidigkeit des Geistes” genannt. Die Belehrungen für den Pfad zur Erleuchtung richten sich deshalb auch zunächst auf das Ausräumen von mentalen, durch Gewohnheiten geprägten Altlasten, die einer Neuschöpfung im Wege stehen.

Das, was wir für unsere Identität halten: „mein Geist, mein Körper, mein Ich”, ist in Wirklichkeit eine Illusion, die von einem unaufhörlichen Strom von Gedanken, Emotionen, Empfindungen und Wahrnehmungen erzeugt wird. All das hat nichts zu tun mit dem wahren „Sein”. Wenn wir lernen, unsere mentale Aktivität zu beobachten, schaffen wir durch Achtsamkeit die Chance, das „neuronale Geschwätz” zu verändern, das unser Verhaltensmuster zwanghaft vorprogrammiert, und zwar meist in eine egozentrische Richtung.

Es ist dieses konspirative Mobbing unserer verfilzten Neuronennester,
das uns zum stetigen Urteilen zwingt. Urteile sind Schöpfungen, durch sie entstehen Kraftwirksamkeiten, die den Beurteilten in Bann legen. In der Bergpredigt heißt es: „Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet”. Mit unserem das eigene Ich aufwertenden Urteilen schaffen wir Karma, das auf uns zurückfällt. Stellen wir also einen Wächter vor unsere Gedanken, um die dahinterstehenden Antriebe unseres Ego zu entlarven.

Der Geist ist wie ein Ozean. Seine Farbe ändert sich zwar von Augenblick zu Augenblick, so wie unsere Gedanken, Emotionen und Sinneseindrücke unsere Stimmung verändern. Der Geist selbst ändert sich jedoch nie, wie auch der Ozean sich gleich bleibt, egal, welche Farbtöne er widerspiegelt. So werden wir eines Tages erkennen, dass unser „Ich” eine Projektion unseres Selbst ist. Es ist ein Widerspiegelungsobjekt, das der Selbsterfahrung dient. Das „neuronale Geschwätz”, das uns davon abhält, den unsterblichen Geist in uns zu erfahren, ändert nichts an der grundlegenden Natur dieses Geistes.
Die Leere des Geistes als Urmeer schöpferischer Möglichkeiten
Wenn wir den Weg in die innere Stille, in die gegenwärtige Essenz unseres Geistes, mutig gehen, dann gelangen wir in das Gewahrsein einer Leere, eines scheinbaren Nichts, das zugleich tiefer Frieden ist und sich als eine unermessliche Quelle schöpferischer Möglichkeiten erschließt. Die Leere bedeutet nicht „Nichts”, sie ist ein grenzenloses Potential, aus dem die Phänomene, also Intuitionen, Gedanken, Gefühle, Empfindungen und materielle Objekte in Erscheinung treten können.
Die Leerheit impliziert eine unermessliche Weite, einen merkmalslosen Hintergrund, aus dem Galaxien, Planeten, Minerale, Pflanzen, Tiere und der Mensch, ja alle Naturerscheinungen hervorgehen. Warnke spricht von dem unerschöpflichen Meer aller Möglichkeiten. In der Alchemie sprach man von der Prima Materia. In der Genesis begegnet uns das Bild von Gottes Geist, der über den Wassern schwebt.
Interessanterweise lautet ein Grundgesetz der Alchemie: „Körper können nur verwandelt werden, wenn man sie auf den Zustand ihrer Prima Materia zurückführt.”

Um im allumfassenden Geist aufzugehen, bedarf es der Läuterung, der Verwandlung, eines Prozesses, der alle Anhaftungen und Vorstellungen unserer Ich-Natur auflöst. Das große Handicap, das unsere Bewusstseinsfreiheit knebelt, ist die Bedeutungsbrille, mit der wir die Welt und ihre Botschaften betrachten. Wenn wir die Entdeckungen der modernen Wissenschaft ernst nehmen, dann wird uns die Verantwortung für unsere sich Augenblick um Augenblick ereignende schöpferische Bewusstseinstätigkeit deutlich.

Erst wenn der menschliche Geist vom dominanten Ego leer geworden ist, kann er zu einer Möglichkeit mit offenem Ausgang werden. Das schöpferische Potential unseres klaren Geistes ist wahrhaft grenzenlos. Wir haben bisher zu wenig erkannt, dass unser Bewusstsein multidimensional angelegt ist, wir aber nur wenige Ebenen für uns erschlossen haben, mit denen wir in Resonanz zu den kosmischen Energiefeldern kommen können.

Die moderne Bewusstseinsforschung erschließt durch ihre Studien ganz neue Aspekte. Es ist dem menschlichen Bewusstsein nicht nur möglich, durch seine zielgerichtete Gedankentätigkeit Heilverläufe bei Krankheiten signifikant zu verbessern, sondern – und das nimmt uns schier den Atem – es ist auch möglich, mit unserer Bewusstseinsarbeit in die Vergangenheit zu wirken. Damit wird klar, dass unser Bewusstsein, unser Geist im Prinzip unbegrenzbar durch Raum und Zeit ist.
Um aber neue Bewusstseinsspiralen für uns zu öffnen, müssen wir den „Plunder” unserer alten Denkmuster entsorgen und eine Leere in uns schaffen.

Diese Leere des Geistes ist die Voraussetzung für die Öffnung des Herzens. Das reine Herz ist der jungfräuliche Schoß für die Geburt des wahren Sohnes des Lichtes.
Nur in unseren inneren Gemächern finden wir das größte Juwel, das es auf der Welt gibt: das reine Herz und den reinen Geist.

Einspitziges Gewahrsein, wir können es auch eindeutige Ausrichtung nennen, gibt uns den Schlüssel in die Hand, unser Innerstes überhaupt zu betreten.
Das setzt voraus, dass wir unsere Ich-Bezogenheit für diese Zeit aufgeben.
Loslassen in die Stille und Leere der Verinnerlichung ist der einzige Weg zu Frieden und Harmonie.

Wir müssen die Welt mit ihrer dualistischen Markplatzebene verlassen, wo es um Habenwollen und Loshabenwollen geht. Wir erleben die Welt draußen so, wie wir sie mit unserem begrenzten Bewusstsein selbst geschaffen haben; aber unser wirkliches Leben spielt sich in unserem Inneren ab und ist nicht mit den Kulissen um uns herum zu verwechseln.

Jeder Tag ist unser ganzes Leben. Das Jetzt ist das wirklich Existierende. Wir können am Morgen im Gewahrsein des gegenwärtigen Jetzt zum Schöpfer unseres Tages werden. In der Einsicht, dass das Ich die größte Bürde ist, können wir in die Ich-Ersterbung einwilligen und in der Verinnerlichung aufgehen. Irgendwann werden wir dann in uns durch Erfahrung besiegeln können, dass das Ich nur eine Manifestation des Wunsches ist, hier auf dieser Welt zu sein.

Sagte Paulus nicht auch. „Ich sterbe täglich?”

Auch Laotse empfiehlt: „Das Lassen ist das Tun des rechten Weges.”

Durch diesen Weg der Läuterung erwirken wir eine reine Gesinnung und liebende Güte des Herzens, frei von Anhaftungen, und werden auf den „Inseln der Seligen” aufgenommen, wie es Buddha ausdrückt.

In der Bergpredigt heißt es: „Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen.”
Wie Wissen zur Weisheit wird
Das größte Problem für die Menschen scheint darin zu liegen, dass sie die gleich bleibende Botschaft, die uns aus dem Kern aller Religionen und Weisheitsschriften anrührt, zwar verstehen, aber nicht praktizieren. Die Trägheit des Ich-Bewusstseins ist ein schweres Hindernis: Sie führt dazu, dass man nur „Hörer, nicht aber Täter des Wortes” ist, wie Paulus es sagt.

Nur im Tun wird Wissen zu Weisheit. Im Gewahrsein der inneren schöpferischen Quelle unseres Seelen-Selbstes erwacht spontan das grenzenlose Mitgefühl für alle fühlenden Wesen, die in der Gefangenschaft ihrer Illusion leiden. Dann kann die goldene Regel ihre Anwendung finden, die in den christlichen Evangelien durch Matthäus ihren klarsten Ausdruck findet: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst”
„Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihnen auch.” Und auf die zögerliche Frage, wann und wo, gibt es nur eine Antwort: jederzeit und überall.
Die Liebe ist das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es verschwendet.

Und weiter hören wir in der Bergpredigt: „Wer meine Worte hört und danach handelt, der ist klug. Wer sich meine Worte nur anhört, aber nicht danach lebt, der ist so unvernünftig wie einer, der sein Haus auf Sand baut.”

Langfristige neuronale Assoziationen halten den Ich-Menschen in seinem negativen Denken fest und das Leiden folgt einem negativen Gedanken, wie die Räder eines Karren dem Ochsen folgen, der ihn zieht. Wenn wir die drei Hemmnisse, die die Klarheit des Geistes vernebeln, uns vor Augen führen, dann sind sie in allen Religionen gleichermaßen gekannt: Unwissenheit, Anhaftung, Ablehnung.
Im Alten Testament erhebt sich die Klage: „Mein Volk geht verloren, weil es keine Kenntnis hat”.

Hermes Trismegistos konstatierte: „Die einzige Sünde, die der Mensch hat, ist, Gott nicht zu kennen.”

Die Anhaftung als Hindernis für spirituelles Erwachen ist durch die moderne Hirnforschung besonders markant geworden. Die Konditionierung und Selbsterhaltung durch die „Gebetsmühle” unseres Ich, das sich immer wieder in dem neuronalen Geschwätz seiner Mentalität sonnt, ist wohl die größte Fessel, die gelöst werden muss.

Unser Ich ist tatsächlich die einzige Bürde, die es loszulassen gilt. Deshalb setzt auch Buddha den Begriff Nirvana mit dem Verlöschen der Vorstellung eines Ich gleich.

Ayya Khema, eine bekennende Buddhistin unserer Zeit, sagt zu diesem Thema
ganz locker aus eigener Erfahrung: „Ohne Ich lebt es sich ganz einfach!”

Yogananda, der große indische Eingeweihte, gibt dazu ein markantes Bild: „Die Eisenspäne des Karma werden nur vom Magneten des Egoismus angezogen.”
Die Heilkraft der inneren Stille
Dieser Prozess der Entsagung, wie ihn Buddha beschreibt, lässt uns in jedem Moment wahrnehmen, wann sich unser Ich wieder behaupten will. Indem wir uns nicht tadeln, entsteht der Freiraum, uns zu ändern. Diese Bemühung führt zu einer fortschreitenden Veränderung unserer Sichtweisen und öffnet unserem Geist die Tür zu neuen Bewusstseinshorizonten. Ablehnung oder Verweigerung einer notwendigen Entwicklung oder Feindlichkeit gegenüber anderen Wesen verstärken die neuronalen Muster und führen zu einer Erstarrung unserer mentalen Konstrukte, sodass ein spirituelles Wachstum aus Eigensinnigkeit verhindert wird.

Wenn wir unseren Geist zur Ruhe und Stille kommen lassen, dann werden sich Unwissenheit, Anhaftung und Ablehnung und all die anderen geistigen Hemmnisse nach und nach auflösen und Mitgefühl, Klarheit und die grenzenlose Weite der wahren Natur des Geistes können sich enthüllen.

In diesem Prozess eines freiwilligen „Stirb und Werde”, wie Goethe es nennt, können wir die große Verheißung erahnen, die in den Worten des Christus liegt: „Wer sein Leben (in der relativen Wirklichkeit) verlieren will um meinetwillen, der wird es (in der absoluten Wirklichkeit) erhalten.”

Im Corpus Hermeticum finden wir das Versprechen: „Wer sich selbst überwindet, überwindet Mikrokosmos und Makrokosmos, er ist allen Grenzen entstiegen.”
Buddha bezeugt dazu: „Derjenige, der tausendmal tausend Armeen besiegt, ist nichts, verglichen mit dem, der sich selbst besiegt.”

Wir haben in der Quantenphilosophie von der absoluten und der relativen Wirklichkeit gehört. Auch im Buddhismus spricht man von diesen beiden Lebenssphären. Schauen wir uns die Aussagen im Johannesevangelium im Hinblick auf diese beiden Naturordnungen an. Im Prolog heisst es: „Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht begriffen. Das Wort ist die Urinformation, das Leben ist die Energie und das Licht bedeutet Erkennen, also Bewusstsein. Der Geist Gottes , das göttliche Wort schwebte über den Wassern, dem göttlichen Leben, dem Urmeer aller potentiellen Möglichkeiten. Aus diesem zeugenden und empfangenden Prinzip entsteht wie in einer Widerspiegelung Licht, Bewusstsein. In einem weiteren schöpferischen Akt trennte dann Gott das Licht von der Finsternis. Die lichte Welt der absoluten Wirklichkeit wurde von der finsteren Welt der relativen Wirklichkeit getrennt.

Der Mensch nun ist Bürger beider Welten und hat nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Aufgabe, diese Trennung wieder aufzuheben, nachdem er die notwendigen Erfahrungen in ihr durchlebt hat. In der Alchemie finden wir die Symbolik des „Flüchtig und Fix”-Machens. Der untere, materielle Aspekt muss gereinigt und erhöht werden und der obere Aspekt, das Geistige, will geerdet, inkarniert werden.

Der Mensch trägt die schöpferische Urinformation als spirituellen Kern in sich. Wenn er ihn von dem Licht, das in seine Finsternis des Nichtwissens, des Anhaftens und der Ablehnung hinein scheint, berühren lässt, wenn er dieses Licht annimmt, dann wird er in der Kohärenz der Kindschaft Gottes aufgehen. Dann hat er das Oben und das Unten in sich vereint. Die Trennung von Schöpfer und Geschöpf ist aufgehoben.
Mit seinem erneuerten spirituellen Bewusstsein erkennt und erfährt er in sich selbst die Dreieinheit von Wort, Leben und Licht, die Ordnung und Kraft der göttlichen Welt.
Er hat die schöpferische Möglichkeit, sie durch seinen Lebensgang zu verwirklichen.

Mit Hilfe des ihm innewohnenden Lichtprinzips aus der absoluten Wirklichkeit der ewigen Naturordnung, seinem „eingeborenen Sohn”, vermag er in sich selbst das Licht in der Finsternis, der Unbewusstheit, wirken zu lassen und sie allmählich aufzulösen. Damit schafft er ein Vakuum in sich, in dem die Fülle wartet, aus der heraus eine neue Schöpfung beginnen kann. In der Sprache des Johannes-Evangeliums wird dieser Prozess als Wiedergeburt aus Wasser und Geist beschrieben.

Das Wasser ist das Meer aller schöpferischen Möglichkeiten, über dem der Geist schwebt, um in ihm Leben zu zeugen und das Licht einer neuen Bewusstwerdung zur Geburt zu drängen.
Die atmosphärische christozentrische Matrix als transmutierendes Lichtfeld
Konrad Dietzfelbinger, Germanist, Autor religiöser und philosophischer Werke, hat in einer Deutung der Mysterientexte des Johannes-Evangeliums aufgezeigt, wie Jesus als Prototyp des vollkommenen spirituellen Menschen in sich die Trennung der beiden Welten in einer Versöhnung geeint hat. Zugleich hat er durch seinen Lebensweg eine Informationsmatrix verwirklicht, die den Weg der Erlösung in die Atmosphäre der relativen Welt eingeprägt hat. Auf diesem Weg wird die Nachfolge möglich.
Der universelle Geist des Christus ist als Information nicht nur in den göttlichen Dimensionen des Wortes, des Lebens und des Lichtes präsent, sondern hat durch seine Inkarnation im Fleisch auch eine Informationsbrücke zum menschlichen Denken, Fühlen, Empfinden und Handeln gebaut.
Der kommende neue Mensch
Die drei oberen Aspekte dieser hierarchisch aufgebauten Matrix, Wort, Leben und Licht betreffen die erwachte Geist-Seele. Sie lebt und atmet bereits aus den Lichtvibrationen der absoluten Welt. Weitere Aspekte der errichteten Matrix beziehen sich auf die seelischen und körperlichen Vermögen der heranwachsenden spirituellen Persönlichkeit.

Der von innen heraus stattfindende Aufbau einer spirituellen Persönlichkeit setzt den Abbau der alten irdischen Persönlichkeit voraus. Dieser selbstschöpferische Prozess steht unter der Leitung der erwachten Geistseele, die in Kohärenz mit den göttlichen Schöpfungsgesetzen steht. Ein neues spirituelles Denken ersetzt dann die vom bisherigen Ego konditionierten Verstandestätigkeiten und das Hemmnis der Unwissenheit wird aufgelöst. Ein neues spirituelles Fühlen ersetzt das alte. Der selbstbezogene Hunger auf Leben und Befriedigung der Wünsche erschöpft sich und die Anhaftung verschwindet. Gleichmut erfüllt die Seele. Neue, spirituelle Lebenskraft ersetzt die alte. Es entsteht ein neues inneres Wahrnehmen und bildnerisches Vermögen. Aus diesen Vermögen, die aus der christozentrischen Matrix entwickelt wurden, ergibt sich ein neues Handlungsleben als natürliche Folge. Jegliche Entwicklungsverweigerung ist aufgelöst.

Die Liebeskraft des Christus ist das Intermediär, das diese Neuschöpfung möglich macht. Deshalb steht eindrücklich im Johannes-Evangelium:
„Ohne mich könnt ihr nichts tun.” Auf diesem Weg der Nachfolge befinden wir uns noch im „Gewand” des sterblichen Menschen auf dieser Welt, wir sind aber unserer inneren Art nach nicht mehr von dieser Welt. Damit ist prinzipiell auch der Tod überwunden, da wir dem Bewusstsein nach im Ewigen zuhause sind.
Christus sagt unmissverständlich: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.”

So ergänzen sich die Erkenntnisse der modernen Quantenphilosophie mit den Mysterien des Christentums, den Lehren des Buddha und denen anderer großer Religionsstifter. Das Licht als Aspekt des göttlichen Wortes ist Ursprung und Maßstab des Alls. Ein vollkommen gewordener spiritueller Mensch kann allen Mitmenschen durch sein Leben die Information von der Lichtordnung überbringen. Sie können dadurch den Zustand ihrer Gefangenschaft in der relativen Welt erkennen und können wählen, ob sie das Licht annehmen wollen.

Werden wir uns bewusst, in welch einer gnadenreichen Zeit wir leben. Einerseits gibt es apokalyptische Verhältnisse auf unserem Planeten. Andererseits stehen wir an der Schwelle eines fälligen Quantensprungs hin zum spirituellen Bewusstsein.

Ken Wilber, Zen-Buddhist, Philosoph und Anthropologe und vertraut mit der neuen Physik ermutigt uns auf seine Weise, wenn er sagt: Sobald jemand einem neuen Potential in sich zum Durchbruch verholfen hat, ist die Verwirklichung dieses Potentials in der Menschheit wahrscheinlicher geworden und wird mit jeder neuen Verwirklichung immer wahrscheinlicher und das geschieht „nonlokal.” Aber er betont auch: „Es ist ein großer Unterschied zwischen dem Erfahren eines höheren Bewusstseinszustandes und dem tatsächlichen Erreichen einer höheren Bewusstseinsstufe.”
Der Glaube als visionäre Kraft
Aus der bewussten Verbindung des geläuterten Bewusstseins mit der christozentrischen Matrix erwächst ein unerschütterliches Glaubensvertrauen im Sinne eines körpereigenen Wissens, durch das ungeahnte neue Schöpfungsmöglichkeiten entstehen. Wir wissen heute auch aus der Quantenphilosophie, dass ein unumstößlicher Glaube Molekülverbindungen beeinflussen kann. Das Evangelium versichert, dass der Glaube Berge versetzen kann. Clemens Kuby bestätigt in seiner Lebensbiografie: „Alles ist möglich, auch die vollkommene Heilung, allein durch den Glauben an Heilung.” Bei den Heilungswundern, die uns in den Evangelien geschildert werden, lesen wir immer den Schlüsselsatz: „Dein Glaube hat dir geholfen.”

Glaube als sichere innere Verbindung mit der geistigen Matrix, die in uns und um uns ist, ist eine visionäre Kraft, die schöpferisch wirken und zur Transformation führen kann. So haben natürlich auch unsere bisherigen eingeschliffenen Glaubenssätze, aus denen unser irdisches Ich sein Weltbild und Selbstverständnis speist, eine unglaubliche Macht. Dabei besteht der tragischste Irrglaube, der den Menschen an die relative Welt fesselt, darin, dass er seine vergängliche Ich-Persönlichkeit für sein wahres Selbst hält. Auf diese Weise verhindert er die Selbstfindung und kann dem innewohnenden ewigen Selbst, das mit der absoluten Welt kohärent ist, nicht die Leitung seines Lebens übergeben.

Wir Menschen haben den Schlüssel zum Erlangen wahrhaft schöpferischen Bewusstseins in der Hand. Wir können einen befreiten Zustand im Sinne der ewigen geistigen Ordnung erreichen. Ein Quantensprung zu einer höheren Bewusstseinsdimension steht für uns an. Er befreit uns aus der Anhaftung an der relativen Lebenswirklichkeit. Dies bedeutet zugleich ein Heilwerden, denn durch unser Getrenntsein von der absoluten Welt sind wir prinzipiell unheil. Heilung ist das Aufgehen in der All-Einheit.

Der Mensch trägt die selbstbefreienden schöpferischen Möglichkeiten in seinem inneren Wesenskern, denn „das Reich Gottes ist näher als Hände und Füße.”
Wenn wir dieses unermessliche Potential sinngemäß nutzen, können wir buchstäblich die alte Welt in uns aus den Angeln heben und wie Johannes in seiner Vision „einen neuen Himmel und eine neue Erde” wahrnehmen. Der kommende neue Mensch wird zu einem Bewohner der ewigen absoluten Welt.

Unsere relative Welt ist nur eine Brücke, die wir überqueren müssen. Sie dient dazu, dass wir auf ihr zur Bewusstwerdung unseres wahren Selbst und seines Adels gelangen. Aber wir sollten uns auf dieser Brücke kein Haus erbauen.

Literaturnachweise beim Autor
dr.uecker@arcor.de

Foto: Hermann Achenbach
2 Kommentare
  • Heinz LippertBeantworten

    das was ich an den Vorträgen der Stiftung Rosenkreuz gut finde: sie erklären die Welt als aus intelligenten Strukturen, inteligenten Wellen, intelligenten Teilchen gebildet, entstanden durch einen intelligenten Schöpfer, einem einzigen Wesen, das man Gott nennen kann.
    Was ich an der Stiftung schlecht finde: die Stiftung weißt nicht deutlich genug darauf hin, das der wirkliche einzige Sinn unseres menschlichen Daseins der Weg zurück ins Göttliche Feld ist, raus, wirklich raus aus dieser materiellen Welt.

  • Helga BrandtBeantworten

    @ Heinz Lippert , ....

    besser hätte ich es auch nicht formulieren können.

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