Symposium mit vier Vorträgen

Paracelsus – Vom Sichtbaren zum Verborgenen

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mit Dr. med. Klaus Bielau, Hanni Studer, Dr. med. Stephan Sigrist, Dr. phil. (rer. nat.) Roger Kalbermatten

Viele Apotheken und Kliniken benennen sich heute noch nach Paracelsus, der vor 500 Jahren als Naturforscher, Arzt und Philosoph in Mittel- und Südeuropa wirkte. Eine gewisse Ironie liegt darin, dass er zu seiner Zeit Apotheker- und Ärzteschaft mit überdeutlichen Worten beschimpfte.
Von den einen als „Luther der Medizin”, Wunderheiler und Magier bewundert und gepriesen, war er den anderen, insbesondere der akademischen Welt ein Scharlatan, Trunkenbold und Grobian.
Damals wie heute haben aber wohl nur verhältnismäßig wenige sein eigentliches Anliegen und seine wahre geistige Größe erkannt. Denn Paracelsus war nicht nur ein begnadeter Arzt, ja diese seine Kunst stellte eigentlich mehr einen Nebeneffekt dar. Die Heilung aller einschlägigen Krankheiten seiner Zeit bis hin zur Pest galt ihm vielmehr als sichtbarer Beweis für die spirituellen Zusammenhänge zwischen Gott und Natur, die er in vielen Schriften detailliert aufzeigte, erklärte und bewies.
In der Spagyrik, die Alexander von Bernus im vorigen Jahrhundert als Zweig der Naturheilkunde entwickelt hat, lebt das Gedankengut von Paracelsus als praktische Anwendung fort. Sein geistiges Fundament darüber hinaus wieder zum Leben zu erwecken und darin eine Wegweisung für unsere Zeit zu entdecken, wird heute zunehmend als bedeutsam erkannt.

Dieses Symposium will hierzu einen Beitrag leisten.

Datum

So, 03.04.2011
Beginn: 15:00 Uhr

Veranstaltungsort

Hotel Marriott
Parkring 12 A
1010 Wien
ÖSTERREICH

Tickets

Eintritt 12 €, ermäßigt 9 €

Mitwirkende

Dr. med. Klaus Bielau

aus Graz studierte zunächst an der Kunsthochschule Graz, ehe er durch Interesse an der Homöopathie und den Lehren von Paracelsus das Medizinstudium aufnahm.
Seit 1990 betreibt er eine ganzheitlich-homöopathisch ausgerichtete Praxis. Von 1990-1996 war er außerdem Lektor für Homöopathie an der Karl-Franzens-Universität Graz sowie an den Paracelsus-Schulen Graz und Wien. Er ist Buchautor, Seminarleiter und Kolumnist sowie Redakteur der Zeitschrift für aktives Bewusstsein Pulsar.
Vortragsthema: Der Ruf nach Autonomie – Paracelsus‘ Leben und Wirken

Hanni Studer

arbeitet als Sozialarbeiterin in Bern. Sie beschäftigt sich seit Jahren mit Paracelsus als Lehrmeister, insbesondere, wie durch seine Impulse die Seele dahin geführt wird, Hintergründe zu erkennen und autonom zu werden.
Vortragsthema: Paracelsus` Antwort auf die Not der Seele

Dr. med. Stephan Sigrist

arbeitet in Bern als Arzt für anthroposophische Medizin und Homöopathie. Er ist davon überzeugt, dass wahrhaft ganzheitliche Heilkunde sich nur begreifen lässt, wenn die Fragen „Was ist der Mensch?” und „Was heißt Heilung wirklich?” in einem umfassenden Sinn verstanden werden.
Dazu hat nach seiner Überzeugung kein Arzt – bis in die heutige Zeit – mehr Anregungen gegeben, keiner mehr zu sagen, als Paracelsus. Er drängt uns erst noch im Werden begriffene Menschen zum unablässigen Suchen und Erkennen und vor allem zur Umwandlung.
Vortragsthema: Die vier Säulen der Heilkunde

Dr. phil. (rer. nat.) Roger Kalbermatten

aus Kesswil/Bodensee ist Gründer und Inhaber einer pharmazeutischen Firma für pflanzlich-homöopathische Arzneimittel.
Als Chemiker erforscht er die Beziehung zwischen Wesen und Signatur der Heilpflanzen nach der paracelsisch-hermetischen Methode und ist insoweit auch als Autor und Vortragender tätig.
Vortragsthema: Über das Wesentliche im Menschen

Paracelsus-Worte

Alle Erkenntnis der Welt, die wir Menschen auf Erden besitzen, stammt nur aus dem Lichte der Natur. Dieses Licht der Natur reicht vom Sichtbaren zum Unsichtbaren und ist hier so wunderbar wie dort. Im Lichte der Natur wird das Unsichtbare sichtbar. Heilig ist der Geist, der anzündet das Licht der Natur

Gesundheit und Krankheit kommen bekanntlich von Gott und nicht vom Menschen. Jede Krankheit ist ein Fegefeuer. Nun wisset, dass die Arznei nur von Gott ist und sein Wort Kraft ist.

Es gibt zwei Astronomien, von denen der Mensch zu wissen hat. Und zwar soll er die eine mit all ihren Kräften gebrauchen, denn in ihr liegt die Kraft und die Stärke der ewigen Worte. Die andere aber soll nicht gebraucht, jedoch erkannt und verstanden werden, darum, dass sich der Mensch vor ihr zu hüten wisse.

Merket auch, dass zwo Seelen im Menschen sind, die ewige und die natürliche. Eins ist dem Tod unterworfen, das andere widerstehet dem Tod.

Himmlisch nennen wir jene unsichtbaren und darum für überirdisch gehaltenen Kräfte, die uns helfen. Nur wenn wir zum zweiten Mal geboren werden, dann haben wir auch Teil an den himmlischen Kräften.