Symposium

Evolution und das Geheimnis der Schönheit in Natur und Kunst

Diese Veranstaltung empfehlen:

mit Alfred Bast, Reinhard Eichelbeck, Dr. Gunter Friedrich

Schönheit ist seit alters her mit der Vorstellung verbunden, Ausdruck einer göttlichen Wirklichkeit zu sein, zusammen mit Güte, Wahrheit und Liebe. In diesem Paradiese herrscht Harmonie, die sich in Schönheit offenbart.
Doch wie alles Göttliche das in der dualistischen Welt auftritt, geht auch mit der Schönheit ein Schatten einher: das Hässliche, und wird fraglich.

Ist Schönheit wirklich Ausdruck von Wahrheit?  Wird das nicht bloß „schön geredet”?
Und tritt Schönheit nicht oft als geschminkte Lüge berechnend vor hässliche Absichten?
Gilt nicht auch das Wort von Lao Tse:
„Schöne Worte sind nicht wahr, wahre Worte sind nicht schön?”

Offenbar wurde das ernst genommen, denn das Hässliche feiert sich „ganz schön” öffentlich. Monster und Totenköpfe werden in junge Haut für alle Lebenszeit gestochen und selbstbewusst getragen. Auch in der modernen Kunst ist das Schöne heute eher verpönt, oder es wird im Kitsch ironisiert.

Dennoch: wie immer auch das Schöne verzweckt oder missbraucht wurde und wird, es verweist doch auf seine geheime machtvolle Wirkung.
Woher diese Wirkung kommt, das wird der Kern in diesem Symposion sein.

Eine Kraft, die aus der Leere wirbelnd aufblüht, ist in der Rose. In dieser Schönheit ist die kosmische Intelligenz repräsentiert, die das biologische Begreifen und Erfassen
überschreitet wie der Duft die Form. Schönheit, das lässt sich, trotz aller hässlichen Aspekte nicht verneinen, ist letztlich doch eine Manifestation der göttlichen Intelligenz, die in der Natur zur Erscheinung kommt.

Eine Schönheit, die nicht durch den Tod gegangen ist, hat keine Kraft
Eine Schönheit, die durch den Tod gegangen ist, heilt, weil sie jenseits aller Eitelkeit, jenseits aller Verführung, für die das Schöne stets missbraucht wird, nichts weiter will und bewirkt, als den Menschen an sein inneres Licht, das Göttliche in ihm, zu geleiten.

Datum

So, 20.09.2015
Beginn: 14:00 Uhr

Veranstaltungsort

Gewerbemuseumsplatz
Marmorsaal der Nürnberger Akademie
90403 Nürnberg
Deutschland

Tickets

Der Eintritt ist frei, ein Kostenbeitrag wird erbeten

Mitwirkende

Alfred Bast

1948 in Schwäbisch Gmünd geboren. Studium der Malerei an der Kunstakademie in Stuttgart und in Auroville/Südindien. Mit
verschiedenen Stipendien erarbeitete er eine komplexe Bildsprache, die sich kontinuierlich weiter entwickelt. 1995 gründete er das KUNSTKLOSTER art research. Seit 1975 regional, national und international Ausstellungen, Seminare und Performances zu Kunst, Natur und Spiritualität.
Er lebt und arbeitet in Ostwürttemberg und Berlin.
www.alfred-bast.de
www.alfred-bast.blogspot.com
www.reclam.de/special/alfred_bast

Reinhard Eichelbeck

(Jahrgang 45) studierte Psychologie, Germanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft und ist seit 1968 als Autor und Regisseur für Hörfunk und Fernsehen tätig.
Von 1975 bis 1985 war er Redakteur im Familienprogramm des NDR. 1985 wechselte er in die Hauptabteilung Kultur und Wissenschaft beim ZDF, wo er für die Sendereihe „Einblick” verantwortlich war.
Seit 1996 lebt er als freier Journalist, Schriftsteller und Fotograf in Dießen am Ammersee.
1985 stieß Reinhard Eichelbeck bei anderweitigen Recherchen auf die Klangfiuren-Experimente des Schweizer Arztes und Forschers Dr. Hans Jenny. Das Interesse für diese faszinierenden Formen, Muster und Figuren hat ihn seitdem nicht mehr verlassen, und neben zahlreichen Diavorträgen auch zur Produktion zweier Fernsehfime („Kymatik” / ZDF ©86, „Dr. Jennys Klangfiuren” / ZDF ©91) geführt.
Während der Dreharbeiten zu einem Dokumentarfim über Klangfiuren ist er auf die harmonischen Strukturen bei Pflanzen und Tieren gestoßen, ihre ästhetische Perfektion, die fast überall die Proportion des „Goldenen Schnitts” verwendet, ihre unglaubliche Schönheit und Vielfalt in Form und Farbe. In seinem Buch „Das Darwinkomplott” stellt er dar, dass nicht Kampf, sondern Kooperation das Erfolgsgeheimnis der Natur ist.

Dr. Gunter Friedrich

(geb. 1942) moderiert die Veranstaltung.
Er war Richter in der Verwaltungsgerichtsbarkeit und hat die Stiftung Rosenkreuz mit errichtet, er ist Mitglied in ihrem Vorstand.

Programm

14:00 UhrBegrüßung undEinführung
14:20 UhrReinhard Eichelbeck: Das heilige Rätsel der Schönheit
15:00 UhrAlfred Bast: Schönheit, die nicht durch den Tod gegangen ist, hat keine heilende Kraft Erkundungen aus der künstlerischen Praxis
15:45 UhrPause
16:15 UhrPodiumsgespräch, Fragenbeantwortung mit beiden Künstlern
17:00 UhrEnde der Veranstaltung
1 Kommentar
  • max g. hartmannBeantworten

    darf ich fragen, von wem das bild oben stammt? erns haeckel?
    mfg
    max sensei

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