Symposium, Gespräche, Kontemplation, Film

Die Tiefe des Gemeinsamen: Mystik – Wo sich Islam und Christentum die Hand reichen

Diese Veranstaltung empfehlen:

mit Dr. Irmgard Kampmann, Prof. Dr. Jürgen Frembgen, Peter Cunz, Dr. Gunter Friedrich

Zu den großen Entdeckungen in einem Menschenleben gehört die Tiefe des eigenen Wesens.
Wer intensiv nach dem Sinn des Daseins sucht, gelangt zu Erfahrungen, die über den Verstand hinausgehen. Er spürt, dass ein Mysterium in ihm verborgen liegt. Er stößt auf Wege der Mystik und Gnosis. Sie sind von vielen Suchern vor ihm gegangen worden, in allen Religionen und Kulturen. Es sind Wege des Menschen zu sich selbst.
Die Seele eines jeden wartet darauf, etwas von ihrer Tiefe ins Bewusstsein zu heben. Damit geht ein Erwachen einher, ein staunendes Erleben, wer man eigentlich ist.
Unsterbliches liegt im Innern des Menschen, ein Schatz, der noch nicht gehoben wurde, ein Potenzial, das ans Licht gebracht werden will. Wer sich darum bemüht, tritt in einen „Geburtsprozess” ein, in die Vorbereitung einer inneren Neugeburt. Für ihn entfalten sich die Religionen auf besondere Weise. Sie erweisen sich als konkrete Wegweiser, um ihn mit dem göttlichen Wesen zu vereinen, mit dem „er” ursprünglich eins war.
Pforten können sich öffnen, Göttliches kann im Innern erwachen.
Viele Propheten und Religionsstifter sind aufgetreten, um das zu ermöglichen. Ihre Lehren weisen Unterschiede auf, je nach Zeit und Kultur. Das Ziel ist dasselbe.
Die Religionen wurden und werden mit vielerlei Lebensformen und Interessen vermischt. In ihren äußeren „Gewändern” stehen sie daher oft in Gegensätzen zueinander. Wenn sie jedoch zum Weg nach innen werden, wird deutlich, dass ihre Begründer und alle, die ihnen nachfolgen, „Brüder und Schwestern” sind. Denn ihre Wege führen zum einen göttlichen Ursprung.
Das soll an diesem Wochenende deutlich werden in der Beziehung von Islam und Christentum.
—————————————————————————————————————————-
Aktueller Verkehrshinweis
Am Samstag gibt es eine Vollsperrung zwischen Calw und dem Ortsteil Wimberg, wo die Veranstaltung stattfindet. Bitte ab Hirsau (von Pforzheim kommend 2 km vor Calw) der Umleitung folgen.

Datum

Sa, 29.10.2016 – So, 30.10.2016
Beginn: 11:00 Uhr

Veranstaltungsort

Haarlemer Straße 19
75365 Calw
Deutschland

Tickets

Teilnahme 90 € / 75 € ermäßigt, inkl. Mahlzeiten und Übernachtung Einzelzimmerzuschlag 20 €; Teilnahme an einem Tag: Sa. 40 €, So. 30 €. Bettwäsche mitbringen oder gegen 5 € ausleihen Ticketreservierung online und unter 07051-96820

Mitwirkende

Dr. Irmgard Kampmann

ist Philosophin und Theologin. Sie promovierte mit einer Arbeit über Meister Eckhart, war Lehrerin für Philosophie und katholische Religionslehre an Gesamtschulen und lebt als freie Dozentin und Autorin, als Malerin, philosophische Beraterin und spirituelle Begleiterin in Bochum.
Zu ihren Veröffentlichungen gehören:
Meister-Eckhart-Brevier. Worte für jeden Tag (2010),
Ihr sollt der Sohn selber sein! Eine fundamentaltheologische Studie zur Soteriologie Meister Eckharts (1996)
und Aufsätze zur Mystik Marguerite Porètes (gest. 1310) und zu feministischer Spiritualität.

Prof. Dr. Jürgen Frembgen

ist Leiter der Orient-Abteilung am Museum Fünf Kontinente in München und lehrt islamische Religions- und Kulturgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und an der Universität in Salzburg. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze und war Kurator vieler Ausstellungen über die Kulturen des Islam. Seit 35 Jahren befasst er sich mit den gelebten Formen islamischer Mystik und verbringt seit 1981 jährlich einen Forschungsaufenthalt in Pakistan; er veröffentlichte mehrere Erzählberichte über dieses Land. 2011 wurde ihm der pakistanische Verdienstorden verliehen. Einige Titel:
Reise zu Gott. Sufis und Derwische im Islam (2000),
Nahrung für die Seele – Welten des Islam (2003),
Die Aura des Alif. Schriftkunst im Islam (2010).

Peter Cunz

aus Mühledorf/Kanton Bern ist Elektroingenieur (ETH) mit einer Zusatzausbildung in Entwicklungshilfe. Als Projektleiter, Marketingfachmann und Geschäftsleiter eines Ingenieurunternehmens verbrachte er viel Zeit im Orient und in Afrika. Ab 1987 befasste er sich intensiv mit der islamischen Mystik und trat einige Jahre später dem Mevlevi-Orden bei, der sich im Wirken des islamischen Heiligen Mevlana Celaleddin Rumi begründet. 1999 wurde ihm die Lehrerlaubnis im Range eines Scheichs gegeben.
Seither leitet er Ordens-Gruppen in der Schweiz, den Niederlanden und in Mexiko.

Dr. Gunter Friedrich

aus Troisdorf war in der Verwaltungsgerichtsbarkeit tätig. Er ist seit 1976 Mitglied der Internationalen Schule des Goldenen Rosenkreuzes und hat 2006 die Stiftung Rosenkreuz mit aufgebaut. Im Rahmen der Arbeitsgebiete der Stiftung (dem Zusammenwirken von Wissenschaft, Philosophie, Kunst und spiritueller Erkenntnis) hält er Vorträge und verfasst Beiträge für Zeitschriften und Veröffentlichungen der Stiftung.

Programm

Sa, 29.10.2016

11:00 UhrBegrüßung
11:15 UhrIrmgard Kampmann: Gedanken christlicher Mystik
12:30 UhrMittagessen
14:00 UhrGesprächskreise
15:15 UhrKaffee
15:45 UhrJürgen Wasim Frembgen: Spiritualität im Islam: Die Sufi-Tradition
17:00 UhrGesprächskreise
18:15 UhrAbendessen
19:30 UhrKontemplation zu Texten aus christlicher und islamischer Mystik
20:45 UhrFilm Der Rote Sufi (WDR/3sat-Produktion des Regisseurs Martin Weinhart über die Pilgerfahrt Jürgen Wasim Frembgens zum Schrein des Roten Sufi Lal Shahbaz Qalandar

So, 30.10.2016

7:30 Uhrbis 9:00 Uhr Frühstücksbuffet
9:00 UhrKontemplation im Tempel
10:15 UhrPeter Hüseyin Cunz: Erfahrungen auf dem Weg der Sufis
11:15 UhrKaffee
11:45 UhrGunter Friedrich: Wo die Ströme münden – eine rosenkreuzerische Betrachtung
13:15 UhrMittagessen, gemeinsamer Abschluß
Kommentare

Ihr Kommentar