Vortrag

Das Thomasevangelium

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Die Vision vom Lichtmenschen

Das Thomasevangelium gehört zu den bedeutsamsten der 52 Texte, die 1945 bei Nag Hammadi in Oberägypten entdeckt wurden. Gilles Quispel, der renommierte Gnosis-Forscher, erklärte dem Finder in einem Gespräch 1987: „Ihr Fund wird die Gedankenwelt von Millionen Menschen verändern.” Der Kulturhistoriker Jacob Slavenburg, der eine Vielzahl von Werken über das Urchristentum und die Gnosis verfasst hat, stellt fest, dass nach dem Fund von Nag Hammadi die Kulturgeschichte des Westens neu geschrieben werden muss. Gnostisch strebende Menschen wurden in den letzten 1700 Jahren als Ketzer gebranntmarkt. Ein Teil der Texte von Nag Hammadi und darunter vor allem das Thomasevangelium zeigt nun, wie eng gnostisches Denken mit den Sichtweisen der frühen Christen verbunden ist. Damit wird auf das, was Christsein einmal war und vielleicht wieder werden kann, ein neues Licht geworfen.

Zitate

Dies sind die verborgenen Worte, die der lebendige Jesus sagte, und Didymos Judas Thomas schrieb sie auf. Und er sagte: „Wer die Deutung dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken.” (Logion 1)

Wer sucht, soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet. Und wenn er findet, wird er bestürzt sein. Und wenn er bestürzt ist, wird er erstaunt sein. Und er wird König sein über das All. (Logion 2)

Ich bin das Licht, das über allem ist. Ich bin das All. Aus mir ist das All hervorgegangen. Und zu mir ist das All gelangt. Spaltet ein Stück Holz – ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr werdet mich dort finden. (Logion 77)

Wenn sie zu euch sagen: „Woher stammt ihr?”, dann sagt ihnen: „Wir sind aus dem Licht gekommen, dem Ort, wo das Licht entstanden ist aus sich selbst.” (Logion 50)

Datum

So, 28.10.2007
Beginn: 15:00 Uhr

Veranstaltungsort

Marmorsaal
Gewerbemuseumsplatz 2
90403 Nürnberg
Deutschland

Tickets

Eintritt frei

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