Symposium

Bin ich, wenn ich nicht mehr bin? Nahtoderlebnisse – Beschreibung und Deutung

Diese Veranstaltung empfehlen:

mit Prof. Dr. Markolf Niemz, Michael Rüttinger

Bin ich, wenn ich nicht mehr bin? …

Nahtoderlebnisse häufen sich. Ein Verkehrsunfall, ein Herzinfarkt, eine mit Komplikationen verbundene Operation können zu einem kurzzeitigen Herzstillstand führen. Dank der modernen Medizin werden die Betroffenen meist in ihr Leben zurückgeholt. In der Zwischenzeit aber haben sie mitunter eine tiefgreifende Erfahrung gemacht.
Es gibt aufeinanderfolgende Phasen bei den Nahtoderlebnissen. Ob eine oder mehrere von ihnen durchlebt werden, hängt oft vom Behandlungsverlauf ab:
• ein Gefühl der Schmerzlosigkeit und des Friedens
• ein Schweben außerhalb des Körpers
• derFlug durch einen Tunnel oder dunklen Raum
• die Begegnung mit einem hellen Licht
• Kontakte mit Verstorbenen und eine Lebensrückschau

Was hat es mit diesen Erfahrungen, über die es inzwischen zahllose Berichte gibt, auf sich?
Ist Menschsein mehr als das Dasein in unserem jetzigen Körper?
Wird  es notwendig, Grundannahmen über das Leben zu überdenken?
Wer sind wir wirklich?  Was ist das: Seele?
Lässt sich moderne Wissenschaft mit spiritueller Erkenntnis vereinen?

Fragen wie diesen gehen die Referenten nach.

… Nahtoderfahrungen

Der Psychologe Carl Gustav Jung machte im Jahr 1944 während eines Herzinfarkts folgende außerkörperliche Erfahrung:

Es schien mir, als befände ich mich hoch oben im Weltraum. Weit unter mir sah ich die Erdkugel in herrlich blaues Licht getaucht. Ich sah das tiefblaue Meer und die Kontinente. Tief unter meinen Füßen lag Ceylon und vor mir der Subkontinent von Indien. Mein Blickfeld umfasste nicht die ganze Erde, aber ihre Kugelgestalt war klar erkennbar, und ihre Kontinente schimmerten silbern durch das wunderbare blaue Licht. An manchen Stellen schien die Erdkugel farbig oder dunkelgrün gefleckt wie oxydiertes Silber. Links lag in der Ferne eine weite Ausdehnung – die rotgelbe Wüste Arabiens. Es war, wie wenn dort das Silber der Erde eine rotgelbe Tönung angenommen hätte …

Später habe ich mich erkundigt, wie hoch im Raume man sich befinden müsse, um einen Blick von solcher Weite zu haben. Es sind etwa 1500 Kilometer.
(C.G. Jung,Erinnerungen, Träume, Gedanken, 1979)

Erst 20 Jahre später konnte man dieselben Farbnuancen auf Satellitenfotos sehen.

Datum

Mi, 26.03.2014
Beginn: 19:00 Uhr

Veranstaltungsort

Kongresszentrum, Konzerthaus Kleiner Saal
Festplatz 9
76137 Karlsruhe
Deutschland

Tickets

Eintritt 15 €, ermäßigt 10 €

Mitwirkende

Prof. Dr. Markolf Niemz

geb. 1964, ist Physiker und hat einen Lehrstuhl für Medizintechnik an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Seine Forschungen zur Lasermedizin wurden 1995 von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften mit dem Karl-Freudenberg-Preis ausgezeichnet. Er setzt sich außerdem mit einem neuen Zweig der Sterbeforschung, der sogenannten Nahtodforschung, auseinander.
Mit seinem Wissenschaftsroman
Lucy mit c: Mit Lichtgeschwindigkeit ins Jenseits wurde er 2005 einem breiten Publikum bekannt.
Weitere Veröffentlichungen, u.a.:
Lucy im Licht: Dem Jenseits auf der Spur (2007),
Lucys Vermächtnis: Der Schlüssel zur Ewigkeit (2009),
Bin ich, wenn ich nicht mehr bin? Ein Physiker entschlüsselt die Ewigkeit (2011)
Sinn: Ein Physiker verknüpft Erkenntnis mit Liebe (2013).

Aus dem Autorenhonorar seiner Lucy-Trilogie hat Niemz die Stiftung Lucys Kinder gegründet, die sich dafür einsetzt, dass auch Kinder aus den ärmsten Ländern Zugang zu Liebe und Wissen erhalten.

Michael Rüttinger

geb. 1953, ist Rektor einer Schule und Mitglied im Vorstand der Stiftung Rosenkreuz. Er spricht auf der Grundlage seiner Erfahrungen als Pädagoge und seiner jahrelangen Beschäftigung mit den mystischen und gnostischen Wegen des Abendlandes.

Programm

19:00 UhrMarkolf H. Niemz: Bin ich, wenn ich nicht mehr bin?
20:00 UhrMichael Rüttinger: Warum der Tod lebensnotwendig ist
20:45 UhrGespräch
21:30 UhrEnde der Veranstaltung
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