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Die Tiefe des Gemeinsamen

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Dr. Irmgard Kampmann, Prof. Dr. Jürgen Wasim Frembgen, Peter Hüseyin Cunz, Dr. Gunter Friedrich
139 Seiten, broschiert
15,00 EUR
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Die Tiefe des Gemeinsamen

Mystik – Wo sich Islam und Christentum die Hand reichen

Wenn man davon ausgeht, dass alle Religionen aus einer göttlichen Sphäre stammen und man sie mit einem Baum vergleicht, der gleichsam vom Himmel zur Erde wächst, dann sehen wir hier zunächst die verschiedenen Früchte. Dieser eine Baum scheint so unterschiedliche Früchte zu tragen, dass man seine Einheit bezweifeln kann. Die Früchte können – neben ihrer unterschiedlichen Gestalt – von Liebe oder Abgrenzung, von Friedfertigkeit oder Gewalt, von einem Weg hin zu Gott oder von kleingeistigem Verharren in Äußerlichkeiten zeugen. Jede Religion lässt sich als Gesetzesreligion wie auch als innerer Weg verstehen und leben. Man kann aber entdecken, dass unterschiedlich geformte Früchte einen ähnlichen Wohlgeschmack haben. Unser Erkenntnisinstrument hierbei ist – in den Worten des christlichen Mystikers Meister Eckhart ausgedrückt – das göttliche Fünklein im Herzen, das die innere Einheit jenseits aller Worte erkennen kann. Wobei nicht „wir” die Fähigkeit des Erkennens besitzen, sondern in das göttliche Erkennen eintreten können.

Inhaltsverzeichnis

Seite 11  Dr. Irmgard Kampmann: Grundgedanken christlicher Mystik

Seite 47 Prof. Dr. Jürgen Wasim Frembgen: Spiritualität im Islam – Die Sufitradition

Seite 79 Peter Cunz: Erfahrungen auf dem Weg der Sufis

Seite 95 Dr. Gunter Friedrich: Wo die Ströme münden – eine rosenkreuzerische Betrachtung

Referenten

 

Dr. Irmgard Kampmann ist Philosophin und Theologin. Sie promovierte mit einer Arbeit über Meister Eckhart, war Lehrerin für Philosophie und katholische Religionslehre an Gesamtschulen und lebt als freie Dozentin und Autorin, als Malerin, philosophische Beraterin und spirituelle Begleiterin in Bochum. Zu ihren Veröffentlichungen gehören: Meister- Eckhart-Brevier. Worte für jeden Tag (2010), Ihr sollt der Sohn selber sein! Eine fundamentaltheologische Studie zur Soteriologie Meister Eckharts (1996) und Aufsätze zur Mystik Marguerite Porètes (gest. 1310) und zu feministischer Spiritualität.

 

Prof. Dr. Jürgen Wasim Frembgen ist Leiter der Orient-Abteilung am Staatlichen Museum für Völkerkunde München und lehrt islamische Religions- und Kulturgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und an der Universität in Salzburg. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze und war Kurator vieler Ausstellungen über die Kulturen des Islam. Seit 35 Jahren befasst er sich mit den gelebten Formen islamischer Mystik und verbringt seit 1981 jährlich einen Forschungsaufenthalt in Pakistan; er veröffentlichte mehrere Erzählberichte über dieses Land. 2011 wurde ihm der pakistanische Verdienstorden verliehen. Einige Titel: Reise zu Gott. Sufis und Derwische im Islam (2000), Nahrung für die Seele – Welten des Islam (2003), Die Aura des Alif. Schriftkunst im Islam (2010).

Peter Hüseyin Cunz aus Mühledorf/Kanton Bern ist Elektroingenieur (ETH) mit einer Zusatzausbildung in Entwicklungshilfe. Als Projektleiter, Marketingfachmann und Geschäftsleiter eines Ingenieurunternehmens verbrachte er viel Zeit im Orient und in Afrika. Ab 1987 befasste er sich intensiv mit der islamischen Mystik und trat einige Jahre später dem Mevlevi-Orden bei, der sich im Wirken des islamischen Heiligen Mevlana Celaleddin Rumi begründet. 1999 wurde ihm die Lehrerlaubnis im Range eines Scheichs gegeben. Seither leitet er Ordens-Gruppen in der Schweiz, den Niederlanden und in Mexiko.

Dr. Gunter Friedrich aus Troisdorf war in der Verwaltungsgerichtsbarkeit tätig. Er ist seit 1976 Mitglied der Internationalen Schule des Goldenen Rosenkreuzes und hat 2006 die Stiftung Rosenkreuz mit aufgebaut. Im Rahmen der Arbeitsgebiete der Stiftung (dem Zusammenwirken von Wissenschaft, Philosophie, Kunst und spiritueller Erkenntnis) hält er Vorträge und verfasst Beiträge für Zeitschriften und Veröffentlichungen der Stiftung.