Religion Spiritualität

Die Zeit zwischen den Jahren oder Auflösung des Konfliktes zwischen Zeit und Ewigkeit …

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Die Zeit zwischen den Jahren appelliert an unseren ewigen, inneren Menschen. Er will sich, besonderes in dieser äußerlich lichtlosen Zeit, Gehör verschaffen.
 
Wie soll das geschehen?
 
Gerade in dieser Zeit kann uns, beim Übergang in ein neues Jahr, bewusst werden, womit wir hadern, was an uns zerrt, woran wir hängen. Unsere ungelebten Wünsche treten klarer als sonst hervor und das alles will in Stille von uns hinterfragt und bearbeitet werden.
 
So stellt sich auch die Frage: Welchen Wert messen wir den zeitlichen Erscheinungen zu, und was will das Licht der Ewigkeit uns mitteilen?
 
Dieses Licht macht es möglich, innere und äußere Fesseln zu erkennen, genau hinzuschauen und uns zu fragen: Wie kann ich diesem Licht innerlich folgen, ohne mich von den täglichen Aufgaben abwenden zu müssen.
 
Wenn die Domäne des Lichtes in unserem Inneren immer mehr Raum gewinnt, wird es unser Wunsch sein, aus ihm zu leben und zu sein. Dann werden Denken, Fühlen und Handeln ihren Schatten verlieren,für uns selbst und für alle anderen.
 
Dieses Ringen geschieht nicht eigennützig zu unserem Heil, sondern weil die neue Erfahrung sich uns und allen mitteilen will.
 
Wenn wir den Zwiespalt zwischen Zeit und Ewigkeit in uns aufzulösen verstehen, können wir mit Clemens von Brentano sagen:
 
Lieben heißt, sich mit allen Dingen ins Gleichgewicht setzten wollen.
 
Es ist ein Gleichgewicht, das aus dem Christuslicht lebt.
 
 
Foto: Hermann Achenbach
 
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