Poesie Lyrik

Stille

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Stille,

kennst du sie?

Weißt du, was das ist?

Woher?

Bist du ihr begegnet oder traf sie dich?

Ist Stille einfach nur Schweigen, kein Wort sagen, eine bestimmte oder eine unbestimmte Zeit lang?

Stille geschieht, wenn ich „Es” geschehen lasse, mich von ihrem Raum berühren lasse.

Sie kann mich durchtönen, wenn ich mich für die anderen Töne geschlossen habe.

Dann schwingt meine Seele in ihrem offenen Feld.

Die Stille, dieses unnennbare Feld, berührt mein Wesen, wenn das „Ich” sich zurückzieht, um sich dem „Es” hinzugeben. Je mehr das „Ich” zum Diener des „Es” wird, umso intensiver wird die Berührung vom, mit und im Raum der Stille, der Ewigkeit.

Wo trifft sie mich?

Beim Joggen, in der Bahn, beim Kochen, manchmal sogar beim Reden, beim Diskutieren.

Sie ist absichtslos.

Sie ist wie Wasser und Luft.

Sie durchdringt alles.

Sie ist immer schon da.

Sie verbindet die Zeit mit der Ewigkeit.

Sie lässt die Ewigkeit in die Zeit fließen.

Das Ewige teilt sich mit.

Im Raum der Stille kann „Es” gehört werden.

„Es” gibt mir die Möglichkeit, mich mit „Ihm” zu verbinden und seine Werke wieder auszuführen.

Durch „mich” können dann andere berührt werden.

„Es” kann sie wie ein Blitzstrahl treffen.

„Es” erschüttert alles Bisherige.

„Es” erfüllt mich mit „seiner” Freude und „seiner” Liebe.

Foto: Hermann Achenbach
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