Poesie Lyrik

Alles ist an seinem Platz geblieben

silke2.2017

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In einer Nacht zeigte sich mir ein Zusammenhang.

In einer weiteren Nacht überdachte ich ihn..

„Alles ist an seinem Platz geblieben”.

Das war mein Eindruck, das ist mein neues Erkennen.

Eine Wahrnehmung der Seele.

In den Tagen davor hatte mein Ich viel gelitten.

Es musste etwas Liebgewonnenes loslassen.

Das Ich hielt an etwas fest, das ihm Sicherheit gab.

Das Festgehaltene entschwand ihm jedoch, und das Ich litt.

Eine andere Instanz in mir, die Seele, erkannte:

Jeder Mensch hat nach wie vor einen bestimmten Platz in meinem  Herzen, in meiner innereigenen Anordnung.

Ich bin ein kleines Weltall.

Jeder Mensch ist in seinem Innern ein kleines Weltall..

Und zugleich sind wir „Planeten”..

Jeder steht zu einem anderen Menschen in einer bestimmten Beziehung,

einer Kon-Stellation.

Kon oder Con heißt „mit” und Stella ist der Stern.

Die Sterne am Himmel verändern ihre Bahnen

und bleiben doch in einem bestimmten Bezug zueinander.

Ebenso gehen die Menschen ihre Wege, ziehen ihre Bahnen,

und stehen dabei in Verbindung zueinander.

Und in meinem Innern erkenne ich mich in einer Konstellation mit ihnen. .

Das Festhalten auf einer Bahn bedeutet Stehenbleiben.

Das führt zum ersten Leid – dem Leid der Seele.

Und das Sich-wieder-Lösen führt zum zweiten Leid –

dem Leid des Ich.

Ich schaue mit den Augen der Seele:

Alles ist an seinem Platz geblieben.

Das Ich hatte versucht, die Konstellation eigenwillig zu verändern.

Das misslang und ich entdecke nun die reine,

die ursprüngliche Konstellation

im eigenen System:

die Beziehung zwischen den „Planeten”,

im Weltall der Seelen.

Wunderbar.

Die Beziehung zwischen uns:

sie ist nicht mehr ver-bindlich,

nicht mehr von einem Zwang gehalten,

sondern gegründet in Freiheit,

im Schauen der Schönheit der Seele des Anderen.

Foto: Silke Kittler
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