Menschsein – das große Geheimnis

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Wir kennen das aus Science Fiction-Filmen wie Star Wars, Fantasy-Filmen wie Der Herr der Ringe, The Fountain oder Matrix sowie aus zahlreichen Volksmärchen: den ständigen Streit zwischen dem Guten und dem Bösen als dem Schatten des Guten. Das Gute will Vernunft und Sittlichkeit, das Böse führt laufend zu Irrtum und Leid. Der Mensch steht im permanenten Kampf zwischen Gut und Böse, dem Licht und dem Lichtlosen, der Wahrheit und der Illusion. Er geht scheinbar aufwärts und fällt zurück, er überwindet und wird überwunden, er bezwingt Hürden und wird bezwungen und alles beginnt wieder von vorn.

Wie aus diesem Kreislauf entkommen?

Gibt es diesen Weg, vom Sinnlichen zum Übersinnlichen?

Was die groben, bisher bekannten Sinne nicht wahrnehmen, ist für den Menschen zumeist nicht vorhanden. Aber je feiner seine Sinne beim Erwachen der Seele werden, desto mehr  wird für ihn existent. Er nimmt dann wahr, was die anderen nicht sehen. Eine bisher unbekannte und scheinbar neue Welt tut sich auf, die für ihn Wirklichkeit wird, sofern sein Wahrnehmungsvermögen ausreicht. Einiges davon erfahren wir in den Werken der Dichter, mehr noch in den Verkündungen der Propheten, Erwachten und geistigen Lehrer (auch sog. Gurus). Je erhellter der Geist in seinem Reifeprozess, desto umfassender werden seine Wirklichkeitserkenntnis und sein Verständnis für die universellen Weisheiten, für die großen Mysterien und auch die Offenbarungen der Religionen. Es kann gesagt werden, dass sich jeder Mensch auf dem Weg befindet: von der Gebundenheit an die Sinne und die Unkenntnis hinüber zum übersinnlichen Erkennen. Die gegenwärtige Entwicklungsstufe unserer leib-seelischen Ausstattung lässt uns noch vieles unbegreiflich erscheinen, was „Seher” längst als Wahrheit erkannten. Mit dem Wachstum der Seele gewinnt auch unsere körperliche Hülle zunehmend an Feinheit und Sensibilität: Die Körpersinne verfeinern sich derartig, dass das schier Unfassbare begreifbarer wird. Im Menschen schlummern zahllose Kräfte und Fähigkeiten, die nicht nur auf seine mögliche Höherentwicklung hinweisen, sondern darauf warten „wach geküsst” zu werden. Nein, das ist kein Science Fiction und kein Volksmärchen, DAS ist das im Menschen innewohnende Geheimnis.

In diesem Sinne: „Gleich sei keiner dem andern; doch gleich sei jeder dem Höchsten.

Wie das zu machen? Es sei jeder vollendet in sich.” (Johann Wolfgang von Goethe)

Abb.: Florenz, Gallerie der Uffizien
1 Kommentar
  • Dirk BranscheidtBeantworten

    Myriam ich lese echt gerne wie du schreibst. Gruss Dirk .

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