Poesie Lyrik

Namenlos pochende Zeit

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Suchst nach Wegen, die keine sind

und doch einem Wundervogel in deinem Herzen

zugehören.

Echolos geht der Schritt wie verhallend,

in fernen Zielen auf.

Bis du dann fast wie leblos

im Namenlosen ankommst.

Das Herz ist frei von gekannten Spuren.

Tastend, als wäre es blutlos.

Wo Sehnsucht hauste, verebbt die Flut des Seins.

Stumm wird dein Ahnen, das Lichtspuren

in einem fernen Kontinent eines unbekannten Seins sucht.

Fragen gehen, frei von Wegen,

und Antworten verhallen schattenlos.

Du stehst jetzt im Niemandsland deines Seins,

aus dem dich niemand abholt, als du allein.

Schritte, wie ziellos, verhallen an

nebelhaften Gestaden.

Spüre jetzt die Lichtspuren deines Herzens auf,

um unbekannt, im fernen und doch so nahen

Sein zu ankern, in Herzenslandschaften aus

tonlosem Ton und echoloser Hand.

Namenlose Akkorde stehen vor deiner Schwelle und

wollen entziffert werden.

Sie rufen dich mit stummen Stimmen,

als ständest du vor einem großen Meer, wo jeder

Klang verhallt im Gesang der großen Wellen.

Nur du kennst das Lied, das jetzt gesungen werden will

im Land des stummen Tones, das wie ein

Sonnenuntergang, ein glühender Planet,

jetzt vor dir liegt.

Lausche der fernen und nahen Melodie des Seins,

allein, und doch wie im Echo einer großen

Zweisprache lebend,

summend,

sinnend,

sehnend,

wartend,

seiend

in diesem Alles in Allem eines stummen Gesanges,

wie der eines unbekannten Vogels,

der nah dir ist.

Gemäldeausschnitt: Gustav Klimt
1 Kommentar
  • Claudia DöhringBeantworten

    ... wie schön.

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