Poesie Lyrik

Herzfrage

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Milchhell steigt der Tag herauf.

Wer zeigt mir wahres Licht?

Wer öffnet mein Herz für die wahre Sonne?

Licht zerstiebt in tausend Funken und

verweigert mir seine Botschaft.

Wege suche ich – ausweglos.

Worte vermisse ich –

bin wie gehörlos.

Das Herz wartet seit undenklicher Zeit

auf die eine Offenbarung,

die nicht vergeht,

die ihm zur Seite steht

und lebt.

Möge sich die unbekannte Seite dieses

Geheimnisses mir erschließen.

Immer suchte ich den Weg ins Leben, tastend,

folgte der klaren Herzspur.

Möge sie sich mir neu erschließen.

Möge sie sinnbringend,

erlösend,

befreiend sein,

trotz jeder Enge in der Zeit.

Und möge mich das Weh der Zeit in eine

weiße Wolke kleiden,

die mich unsichtbar macht

und weithin helfend.

Foto: Hermann Achenbach: Dolomiten Rosengarten

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