Selbsterfahrung

Glaubensvertrauen

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Vertrauen … Glauben … habe ich von Natur aus nicht; ich beneide die, die sich getragen fühlen, voller Gottvertrauen.
Für mich ist der Lebensweg eher wie ein Gang durch ein Minenfeld oder wie ein  Balancieren auf einem Seil über einen Abgrund, ein falscher Schritt …

Und unvermeidlich verliere ich immer wieder das Gleichgewicht und stürze in die inneren Abgründe, in Dante’sche Höllenkreise innerer Gottverlassenheit.
Doch diese Gottverlassenheit, dieser Tod ist nur die eine Seite einer Tür, die durch die Sehnsucht aus innerer Not geöffnet wird, und deren andere Seite … die unzerstörbare Gottverbundenheit ist.

Und mir wird klar, dass der Weg durch die innere Hölle keine Folge eines Fehltrittes ist, sondern ein notwendiger Erfahrungsweg, durch den ich geführt werde und geführt werden muss.

Es ist ein Weg der Selbsterkenntnis.
Wir werden gezwungen, in den Spiegel zu schauen, was wir freiwillig nicht tun würden. Ein größerer Wille wirkt in uns und führt uns die Wege, die wir selbst nicht gehen wollen.

Und so verstehe ich, wenn Menschen sagen: Man kann nicht tiefer fallen als in die Hand Gottes.

Foto: Frank Sass
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