Religion Spiritualität

Gefiederte Gefährten – Boten aus der Seelenwelt?

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Neulich hörte ich in der Dunkelheit und Stille  plötzlich den Gesang der Nachtigall.

Welch ein Erlebnis!

Und mit einem Mal kamen mir die erstaunlichen Wunder der Vogelwelt wieder zu Bewusstsein.

Ich dachte zunächst an das vielfältige Zwitschern, wie es uns begleitet in den frühen Morgenstunden, als wollte es zu Freude und zu Dankbarkeit dem Leben gegenüber inspirieren. Oder an die melancholischen Melodien in der Abenddämmerung, die uns ganz plötzlich innehalten lassen und Sehnsucht oder Heimweh in uns auslösen.

Wie lieben wir sie alle, diese unterschiedlichen Vogelarten und wissen, dass sie unsere Gefährten sind!

Doch, Vögel als Boten aus der Seelenwelt?

Ja, dachte ich, sie dienen auch als Symbole: Die Taube für den Frieden und die Freiheit, der Adler und der Kondor für den Geist. Das kann kein Zufall sein!

Und welch ein Sehnen überkommt den Menschen, wenn er am Himmel kreisend einen Bussard sieht! So frei, so lautlos und so mächtig müsste man sein können!

Dann wirkt ein Vogel für uns Menschen wie ein Mittler zwischen dem Himmel und der Erde.

Und schließlich ist da  noch das Wunder eines Vogelzuges. Wer lenkt den Zug der Vögel, was hält sie zusammen?

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Vögel sich nach Ätherströmen richten, und dass die Ätherströme der Erde im Frühling nach Norden fließen und im Herbst gen Süden.

Die ganze Gruppe ist harmonisch aufeinander abgestimmt. In der Flugformation ist jeweils der Stärkste an der Spitze und bei Ermüdung begibt er sich ans Ende seines Schwarmes, um einem anderen die Führung zu überlassen. Und jeder erzeugt durch seinen Flügelaufschlag einen Windschatten für den ihm Folgenden. Durch das Fliegen in der Flugformation erlangt so der ganze Schwarm eine dreifach größere Reichweite.

Welch große Weisheit liegt doch diesem Plan zu Grunde!

Können wir Menschen daraus lernen?

Auch wir fügen uns bisweilen zu Gruppen zusammen,  denn wir wissen: Einigkeit macht stark. Doch meistens kämpfen wir dann innerhalb der Gruppe mit unseren Individualitäten, und alle Stärke geht dabei verloren.

Doch wenn es uns gelänge, ganz aufzugehen in der Ordnung und  Idee einer höheren Einheit, worin die Individualität freiwillig zerfließt, dann könnten wir Erstaunliches erreichen.

Das ist der Grundgedanke einer spirituellen Gemeinschaft. Auf der Basis: Einheit,  Freiheit und Liebe lädt eine Mysterienschule die Menschen ein, sich ihr anzuschließen und sich leiten zu lassen in völliger Selbstautorität von den Ätherströmen eines spirituellen Kraftfeldes – ganz ähnlich wie bei den Vögeln.

Foto: Hermann Achenbach

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