Aufrüttelnde Texte

Atomwissenschaft und Spiritualität

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In dem Buch „Die elementare Philosophie des modernen Rosenkreuzes” (1. Auflage 1950) schreibt Jan van Rijckenborgh im 9. Kapitel:

„Jedes Atom ist eine Macht; in jedem Atom liegt ein gewaltiges Potenzial verborgen. … Jedes Atom besitzt ein strahlendes Vermögen, einen bestimmten Aktionsradius. … Es gibt noch keinen Menschen, der die wirklichen Kräfte des Atoms, das gesamte Atompotenzial freizusetzen wusste. Niemand versteht die Kunst der Atomspaltung in ihrem vollen Umfang. Gott sei Dank! Die göttliche Schöpfung würde zur selben Stunde durch die teuflische Art des heutigen Menschen unmöglich werden.”

In spiritueller Schau erforschte van Rijckenborgh die unbekannte Seite der Natur. Alle Naturphänomene haben ihre Wurzel in einem Urgrund, der sich der naturwissenschaftlichen Untersuchung entzieht. Einer der bedeutendsten Logiker und Mathematiker des 20. Jahrhunderts, Kurt Gödel (1906-1978) hat bewiesen, dass eine auf Axiomen aufgebaute Theorie niemals vollständig sein kann. Hierzu zählt auch die Physik. Es wird immer etwas geben, das nicht aus den Axiomen der Physik zu erklären ist.

So ist es verständlich, dass ein Naturwissenschaftler das Phänomen des Lebens nicht ausreichend erklären kann. Was ist die Essenz des Lebens? Worin genau besteht der Unterschied zwischen lebender und toter Materie? Die Wissenschaft kann hierauf keine ausreichende Antwort geben.

Die spirituelle Erfahrung und ihre Deutung können ergänzend herangezogen werden. Schon frühzeitig hat man festgestellt, dass es neben der für uns sichtbaren Welt ätherische Welten gibt. Sie können in ihrer niedersten Schwingung wahrnehmbar werden, wenn man sich hierfür geschult hat. Doch gibt es, in abgestufter Form, immer höher reichendere Variationen dieser feinstofflichen Substanz.

Einstmals ging man auch in der Naturwissenschaft vom Vorhandensein und den Wirkungen des Äthers aus. Der Physiker James Clerk Maxwell (1831-1879) konnte die Grundlagen der heute noch gültigen elektromagnetischen Theorie offenbar mit Hilfe von Wahrnehmungen der feinstofflichen Welten und damit der Äther einheitlich formulieren.

Man ging von der Existenz von nur einem Äther aus, der die elektromagnetischen Wellen tragen soll, ähnlich wie Wasser die Wasserwellen. In der Folgezeit wandte man sich indes von der Vorstellung des Äthers ab. Das sog. Michelson-Morley-Experiment spielte hierbei eine wichtige Rolle. Diesem Experiment lag die Annahme zugrunde, dass sich Äther genauso wie andere Materie verhält und damit auch eine gewisse Trägheit besitzt.

Da dies indes nicht der Fall sein muss, sondern Äther anders in der RaumZeit verankert ist, wird heutzutage immer noch die Existenz von Äther wissenschaftlich negiert.

An die Stelle des Äthers ist in der Physik der Begriff des Vakuums getreten. Allerdings weiß man dabei, dass es keinen leeren Raum gibt. Dieser scheinbare Widerspruch ist in das Standardmodell der Teilchenphysik eingebunden und wird oft als effektive Methode, die Quantenphänome zu erklären, gebraucht.

Würde man die Äthertheorie akzeptieren, so wären die Interpretationen im Bereich der Quantentheorie einfacher und wirkungsvoller möglich. Man spricht in der Quantentheorie von „Wahrscheinlichkeitsamplitude” und von „Information”. Diese nehmen den Platz von erfahrbaren Messgrößen unserer makroskopischen Welt, wie zum Beispiel Ort und Geschwindigkeit ein.

In einer sehr eigenen und kaum erkennbaren Form taucht die Idee des Ätherfeldes in der Quantenfeldtheorie gleichwohl auf, und zwar in dem sog. Dirac-See, dem Quantenvakuum.

Das macht deutlich, dass die Physik durchaus Raum für die Anerkennung der Ätherwelten bieten kann.

Nach der Lehre des Rosenkreuzes gibt es unterschiedliche Ätherarten, die sich in ihrer Vibrationshöhe stark voneinander unterscheiden. Die „niedersten” Äther bringen die sichtbare Materie hervor, die darüber hinausgehende Ebene ermöglicht die organischen Lebensvorgänge, eine weitere trägt die Gefühle, sodann folgt die Ätherebene der Gedanken und schließlich gibt es die hohen Schwingungsebenen, die geistig-seelisches Leben tragen.

Allen Energien liegen Ätherfelder zugrunde. Ob man sie jemals ökonomisch nutzen kann, wird die Zukunft zeigen. Bei der derzeitigen Nutzung der Atomenergie kann man nur hoffen, dass diese Technologie bald der Geschichte angehört. Man braucht sich nur die Halbwertzeiten des Plutoniumisotops 239 zu vergegenwärtigen, das bei der friedlichen Nutzung der Atomenergie als Abfallprodukt anfällt. Sie beträgt 24360 Jahre. Und nach dieser Zeit ist erst die Hälfte des abgelagerten Plutoniums verstrahlt. Die Biosphäre ist damit auf unabsehbare Zeit mit unnatürlich strahlender Substanz belastet.

Die Auswirkungen der radioaktiven Strahlung auf den menschlichen Organismus sind verheerend. Die Auswirkungen auf den planetaren Organismus sind wahrscheinlich noch schlimmer. Sie können deutlicher ins Bewusstsein rücken, wenn man die Ätherwelt mit in die Betrachtung aufnimmt. Die das Leben tragenden Äther werden durch die radioaktiven Strahlungen vergiftet.

Spirituelles Streben ermöglicht einen Entwicklungsschritt, durch den geistig-seelische Ätherfelder bewusst erfahren werden. Der enorme Schaden, den wir im Organismus der Erde anrichten, zwingt gleichsam dazu, sich um eine neue Bewusstheit zu bemühen. Spirituelle Wege, die neue Augen öffnen, werden zu einer Notwendigkeit, wenn wir die Verantwortung für unser Tun übernehmen wollen. Nur von einem höheren Bewusstsein aus können wir hoffen, ausgleichend und heilend wirken zu können.

1 Kommentar
  • Claudia DöhringBeantworten

    ... ach, da bist du, Uli :-)

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