Religion Spiritualität

„Ich habe Angst vor dem lebendigen Gott.”

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Dieser Buchtitel begegnete mir neulich, ohne dass ich den Autor wahrnahm.

Was sagt mir diese Aussage?

Wann und warum habe ich Angst?

Es ist bekannt, dass es viele Gründe für die Angst gibt.

Zeigt sich die Angst bei mir vielleicht auch durch innere Unruhe, die mich oft berührt und weiter drängt, bis ich mich dann fragen muss: Was ist es eigentlich, das mich unruhig macht und mich zeitweise zu reger äußerer

Tätigkeit veranlasst?

Habe ich noch nicht entdeckt, was mir dieser Ruf der Unruhe wirklich sagen will?

Der große Unruhemahner, er will mich aufrütteln und zur Einsicht führen,

damit ich erkenne, was jetzt in diesem Augenblick von mir getan werden muss, um mich zur Seelenharmonie zu führen, und um diese dann auch um mich verbreiten zu können. Er will mich aus dem Gewebe übersteigerter egoistischer Ambitionen herausschälen.

Da hilft keine Ablenkung, keine Betäubung, sondern die Bereitschaft, die eigene Wirklichkeit mit ihren Grenzen zu sehen, zu akzeptieren und daraus zu handeln.

Es gilt nicht mehr zu fragen oder zu wünschen: Was nützt oder hilft mir selbst?

Die Frage lautet anders:

Was nützt und hilft dem „Anderen”, dem Seelenmenschen in mir? Dem

inneren Menschen, der bewusst oder unbewusst stets eine Fährte sucht, durch die die Wege des Lebens in göttlich-geistigem Sinn recht gemacht werden können, woraus alles Stoffgeborene dann schöpfen kann. Die kosmische göttliche Intelligenz kann jedem Menschen zufließen, der dafür offen ist. Sie will uns berühren und leiten.

Die Angst vor dem lebendigen Gott begleitet mich weiter, bis ich meine ureigenste Aufgabe in diesem Leben erkannt habe.

Foto: Hermann Achenbach

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