Selbsterfahrung

In eine andere Dimension eingetreten

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In einem Traum reise ich zu einem Ort in Süddeutschland, altbekannt und doch ganz neu. Dort sehe ich mir einen Arbeitsplatz an, um den ich mich beworben habe und teste die neue Tätigkeit. Ich stelle fest, es geht mir alles ganz leicht von der Hand.
 
Mein Geist ist nicht mehr so tief in die Materie eingebunden, nicht mehr so eingezwängt und abgezogen von dem Eigentlichen. Er muss sich nicht mehr mit den Kompliziertheiten auseinandersetzen; er ist einfach geworden ist, die Tätigkeit fällt ihm leicht, er ist nicht mehr schwerfällig.
 
Die Arbeit scheint fast wie eine Nebensache; sie gibt mir die Möglichkeit, an diesem Ort zu sein.
 
Ich begegne ehemaligen Kolleginnen und Kollegen. Es sind Seelenbegegnungen, Seelenverbindungen, ebenso mit einer alten Kollegin, mit der ich ein Telefonat führe. Ich sehe, dass wir in großen Zusammenhängen stehen und dass ich darin eine Aufgabe habe.
 
Ich bin eingebettet in Wärme, in Licht. Ich fühle Liebe. Aber nicht zu einem bestimmten Menschen oder zu einer Sache. Einfach Liebe.
 
Mir wird gesagt, dass ich bei der neuen Arbeit in Wochenenddienste eingebunden sein werde. Ich erwidere, dass dies kein Problem sei, da ich „überall” und „gleichzeitig” sein kann. Ich muss nicht mehr, wie in der Vergangenheit, „zur Liebe reisen”. Sie ist immer um mich herum und in mir.
 
Die Angst hat mich verlassen, dass ich vielleicht ein Ziel nicht erreichen kann. Ich stehe außerhalb der Angst, die Liebe nicht zu finden.
 
Nun kehre ich von dieser „Reise” zurück, d. h. ich erwache aus dem Traum – und ich spüre Liebe, als ob ich verliebt sei. 
 
Da ich in der Polarität lebe, verebbt der Hauch der Liebe.
 
Aber die Berührung bleibt, die Erinnerung bleibt.
 
Und ich kann mich jederzeit wieder in diesen Zustand versetzen – wenn ich still werde.
 
Es ist All-Tag, und ich setze mich an den Computer und google diesen Ort, an dem ich mich noch in der morgendlichen Stunde befunden habe.
 
Und schon bin ich wieder in diese kleine Welt „zurückgeschnurrt”, wie ein Gummiband, das gerade noch weit gedehnt war und nun wieder ganz eng zusammengezogen ist.
 
Mit der Google-Suchmaschine finde ich zwar diesen Ort und diesen Arbeitsplatz – ich hatte dort vor Jahrzehnten tatsächlich gearbeitet. Aber auf dem Bildschirm sehe ich nur Videos von blauen Kitteln, die operieren, den Hubschrauberlandeplatz, Angebote und Informationen für Patienten, Menschen, Angestellte, die ich nicht kenne. Nicht einmal der Name meines damaligen Chefs ist zu finden – sicher ist er schon pensioniert. Das ist die Klinik, in der ich 11 Jahre lang beschäftigt war.
 
Wo ist das Zauberhafte geblieben? Das Zauberhafte, das mich vor wenigen Stunden noch so sehr umhüllte?
 
Ich befand mich in einer anderen Dimension, in einem anderen Zustand – wie in einer Erleuchtung.
 
Dieses Erlebnis möchte mir mitteilen, dass ich jederzeit wieder dorthin „reisen” kann – ohne Auto, ohne Verabredung, ohne Planung.
 
Es sagt zu mir:
 
Schwinge deine Flügel, o Phönix, bewege dich in die Lüfte, erkunde deinen Auftrag und führe ihn aus.
 
Gemäldeausschnitt: Larissa Karwowski
 
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